Der Völligkeits-Engel

Der Engel Franz aus Padua
War oft nicht ganz im Kopfe klar.
Er übte sich so lang im Fasten
Bis er dann völlig tat ausrasten.
Dann fraß er sich drei Wochen voll
Man fragt sich wirklich, was das soll.

Der Faulheits-Engel

Dann war da noch der Engel Paul
Der war zum Fliegen viel zu faul.
Das Essen war sein ganzes Glück
Und manchmal auch ein guter Film.

Der Fußball-Engel

Der Himmelsengel Hannibal
Hatt' leider einen schweren Knall
Und meinte wohl, obwohl er schielt
Dass er erstklassig Fußball spielt.
Als spielte der 1. FC Hölle
Gegen SV Halleluja Himmel war er zur Stelle
Und trat als Mittelstürmer an
Um zu beweisen was er kann.

Beim Anstoß knallt er vorn BH
Den Ball der Jungfrau Maria
Traf später dann den Heilgen Geist
Beim Elfmeter vor den Schädel dreist
Weil er weit am Tor vorbeigeschossen.
Danach versucht er unverdrossen
Trotzdem dass er das Blatt noch wendet
Doch als die erste Halbzeit endet

Stand es 3 : 1 für Luzifers Teufelsschar
Weil Hannibal ein Fehlschlag war.
Trainer Erzengel Gabriel sprach: "Mit Hannibal
Gewinnen wir auf keinen Fall.
Er spielt ja, dass es ist ein Graus
Ich schmeiß ihn aus der Mannschaft raus
Er wird zurückgeschickt zur Erden
Dort kann er dann Schiedsrichter werden."

Als Hannibal ausgetauscht, das Spiel vorbei
Stand's für den Himmel 4 : 3.
Da freute sich der Liebe Gott,
sprach: "Meine Mannnschaft ist kein Schrott."
Und grinst zum Teufel unverhohlen:
"Oder mich soll der Teufel holen."

 
Dracula flog über den Odenwald
Als aus dem Wald ein Ruf erschallt.
"Komm bitte einmal her zu mir,
ich möchte reden gern mit dir."
Und als der Vampir gelandet
Sieht ein Gespenst er, grau gewandet.
Das war der Geistermönch Berthold
Der sagt, dass er nach Erbach wollt.
 
Dracula nahm ihn Huckepack
Und flog mit ihm nach Erbach strack
Wo er vorm Kloster ihn absetzt
Und dorten spukt der Berthold jetzt.
Als dieses ihm nicht mehr gefallt
Da wollt zurück er in den Wald.
Er schickt 'ne Botenfledermaus
Und Dracula, der flog ihn aus.
 
Aber schon nach ein paar Tagen
Ließ ihn der Berthold wieder fragen.
"Kannst du mich mal nach Erbach fliegen?
Ich hab' dort etwas lassen liegen."
Mal wollt er hin, mal wollt er her,
bis Dracula vertrug's nicht mehr.
"Jetzt langt's, es reicht mit diesem Stress
ich bin doch kein Vampirexpress.
 
Wenn du nach Erbach willst, dann geh zu Fuß
Mit der Gratisfliegerei, da ist jetzt Schluß!"
Das fand der Mönchsgeist nun nicht schön
Er packt den Vampir mit Gestöhn
Und wollte mit Gewalt ihn zwingen
Dass er ihn sollt nach Erbach bringen.
Dracula wollt sich machen frei
Und es begann eine Keilerei.
 
Sie schlugen, traten, zausten sich
Und rauften sich ganz fürchterlich
Bis der Vampir den Geist ins Bein gebissen
Und sich dann endlich losgerissen.
Flog fort und sagt sich voller Groll
Dass man Anhalter nicht mitnehmen soll.
Mancher davon wird frech und dreist
So wie Berthold, der Mönches-Geist.
 
Der Dracula ein blaues Auge schlug
Weil der ihn nicht durch die Lüfte trug.
 
 
Es hatte der Graf Dracula
'ne liebe, gute Dracoma.
Als Dracula ein Vampirkind gewesen
Hat sie ihm Märchen vorgelesen,
von Vampirprinzen, -prinzessinnnen,
von Bösewichtern, Zauberinnen,
von "Saugwittchen und den Sieben Zwergen",
die lebten hinter sieben Bergen.
 
Von "Blutkäppchen und dem Werwolf" auch,
vom "Tapfren Vampirlein" wie's der Brauch,
von "Sargputtel" und dem "Vampirhans",
von "Nosferatu und der Gold'nen Gans",
von "Saugel und Drakel und der Hexe",
von "Vampirstilzchen" und 'ner Nexe (Nixe).
Auch von dem "Vampir im Glück"
"Schneebeißchen und Rosenblut" manches Stück.
 
Jetzt ist sie fern, ja fern, so weit,
Draculas goldene Jugendzeit,
als er zum ersten Mal geflogen
das erste bißchen Blut gesogen.
Als seine Mutter ihn zugedeckt im Sarg
Der außer ihm viel Spielzeug barg.
Als die Dracoma mit 9.000 Jahren starb
Hat Dracula getrauert arg.
 
Er trauerte ein ganzes Jahr
Um seine liebe Dracoma,
bewahrt sein ganzes, langes Leben
die Liebe, die sie ihm gegeben.
Und manchmal hört er in dem Wind
Worte, die wie geflüstert sind:
"Dracchen, willst du ein Blutbonbon?
Komm, flieg zu mir, ich geb' dir's schon."

 
Mit Dreißig für ein Vampirkind
Des Lebens Ernst, die Schul beginnt.
Die Eltern brachten den kleinen Dracula
Ins Internat Schloß Finsterstein, wo er angemeldet war.
In seiner Schultüte hatt' er viele Köstlichkeiten
Blutbonbons, Schokolade mit Blutfüllung, was er mag leiden.
Doch fiel es schwer ihm still zu sitzen
Statt munter durchdie Luft zu flitzen.
 
Er lernt das Vampir ABC,
auch Rechnen, welches tat ihm weh.
Vampirgeschichte, Vampirkunde,
damit verbracht er manche Stunde.
Lernt er nicht, zog man ihn am Ohr
Und holt den Stock wohl auch hervor.
Dazu gab es noch Sargarrest
Der Lehrer ihn oft nachsitzen läßt.
 
Und schrieb den Eltern blaue Briefe
Dass es mit Dracula nicht so liefe.
Sein Vater Beißold sagte oft:
"Mein Sohn, ich hätte mehr erhofft.
Du könntest besser tun die Pflicht,
du könntest – du willst aber nicht.
Sehr teuer ist dies Internat,
und du, du willst nicht lernen grad."
 
Hier steht, du träumst im Unterricht
Die Hausaufgaben machst du nicht
Du bist auch oft zu spät gekommen
Was ich Unmut hab' vernommen.
Du bist laut, raufst, fliegst wild herum,
du bist stinkfaul – dabei nicht dumm.
Das sag' ich dir, mein Sohn Dracula,
das eine sei dir völlig klar:
 
Non scholae, sed vitae discimus
Und mit dem Schlendrian ist jetzt Schluß.
Was soll sonst später aus dir werden
Sowohl in der Hölle als auch hier auf Erden?
Hältst du Schule nicht in Ehren
Mußt später du Verliese kehren
Krumme Sargnägel grade klopfen
Zerrissene Gewänder stopfen.
 
Dann wirst du Vampir-Hilfsarbeiter
Versperrt ist die Karriereleiter.
Drum lerne, dass du etwas wirst
Ohne Ausbildung nicht durchs Leben irrst!
Jetzt bist du jung, jetzt ist die Zeit
Drum nutze die Gelegenheit."
Dracula jedoch meinte nur:
"Luzifer hat auch kein Abitur.
 
Ist trotzdem heute Höllenkaiser
Und die Gelehrten kleine Scheißer."
Sein Vater, dem das nicht gefallen
Tat ihm gleich heftig eine knallen.
Weil er meint, dass der Lernfreude nützt
Wenn die Ohrfeige richtig sitzt.
Im nächst' Gedicht ist dann zu lesen
Was Draculas Schulfächer gewesen.
 
Es ist jedoch auch hier schon klar
Dass er ein schlechter Schüler war.

 
Der Vampir braucht Morphologie
Für Zaubertränke die Chemie
Flugkunde und Navigation
Magie versteht sich von selber schon.
Und er muß Zaubern, Rechnen, Schreiben, Lesen,
Vampirgeschichte ist auch ein Fach gewesen.
 
Auch mit Kunst und Höllenkunde
Verbracht Dracula manche Stunde.
Astrologie und Fliegen, Fechten,
da war Dracula nicht bei den Schlechten.
Doch haßte er die Theorie
Höllenlatein, das lernt er nie.
 
In dieser Mutter aller Höllensprachen
Weigert sich strikt etwas zu machen.
"Was soll ich mir den Kopf zerbrechen,
ich kann doch durch Magie auch sprechen",
so meint der Schüler Dracula
"in allen Sprachen wunderbar.
 
Und es paßt dieses Scheißlatein
In meinen Vampirkopf nicht rein."
Da mußt er halt die Zauberformeln
In der normalen Vampirsprach mormeln.
Und wenn eine mal nicht recht gelingt
Es ihn nicht zur Verzweiflung bringt. 
 
 
 
Der Dracula war stinkefaul
Und hat auch noch ein freches Maul.
Aus drei Internaten ist er rausgeflogen
Weil er so frech und ungezogen.
Sein Vater Beißold wütend grollt:
"Den Kerl man ständig prügeln sollt.
 
Wenn ich ermahne diese Laus,
ein Ohr geht's rein, zum andern raus.
Jetzt kommt er bald – mit Fünfzig – in die Pubertät
Worauf es wohl noch schlechter geht."
Das hat dann wirklich auch gestimmt
Was Vater Beißold sehr ergrimmt.
 
Und mit Sorge las Draculas Noten
Seine Mutter Vampiroten.
Seine Schwestern Dracumara und Dracuklara waren fleißig sehr
Doch Dracula lernt gar nicht mehr.
Er wurde zweimal nicht versetzt
Flog wieder von der Schul – zuguterletzt
 
Nahm ihn kein Internat mehr an
Weil man ihn nicht ertragen kann.
Er hat Blutmet gesoffen und gekifft
Seine Grabkammer war stets versifft
Und es lag in seinem Sarg
Viel Zeugs herum und stank es arg.
 
Er griff den Vampirmädchen untern Rock
Trug am Gürtel einen Vampirpflock
Und ein entstelltes Kreuz sogar
Weil er ein rechter Flegel war.
Heimlich hat er im Sarg geraucht
Und ist an Orten aufgetaucht
 
Wo er nun nichts zu suchen hatte.
Er hielt sich eine Monsterratte,
'ne riesengroße Mißgeburt
die seine Lehrer angeknurrt.
Drum seufzend sprach sein Herr Papa:
"Es wird nichts Recht's aus Dracula."
 
Und seine Großtante Vampilie:
"Er ist das Weiße Schaf von der Familie.
Von meiner Seite kommt das nicht,
er kommt nach Opa Saugowicht,
den man sogar den Sarg hat weggepfändet
und der in der Säuferheilanstalt geendet
 
für Blutschnapstrinker, und, ja leider,
in Jung-Dracula, da lebt er weiter.
Auch dieser ist ein Taugenicht
Grad wie der alte Saugowicht."
Dracula, der im Sarg sich flegelt, meint:
"Die Alte spinnt doch, wie mir scheint.
 
Es hat ihr den Verstand genommen
Dass keinen Mann sie abbekommen.
Drauf war die Tante sehr empört:
"Das ist doch wirklich unerhört.
Als ich jung war vor viertausend Jahren
Da hatte ich Verehrerscharen.
 
Doch war kein Mann mir gut genug
Drum blieb allein mein Lebensflug.
Ich war die schönste Vampirin von Transsylvanien
Und einmal wurd' ich fast Miß Vampir Spanien.
Das muß ich mir nicht bieten lassen!
Ich werde dieses Schloß verlassen.
 
Dir, Beißold, aber muß ich sagen
Verzogen habt ihr diesen Blagen.
Ich werd' mein Testament umschreiben
Für euch soll wenig übrig bleiben."
Sie reiste auf der Stelle ab
Nach England, wo ihr eigen Grab
 
In einem Landhaus in Essex
Wo sie bekannt als Vampirhex'.
Doch hat sie keiner sehr vermißt
Nachdem sie weggeflogen ist.
Sogar Vampir Beißold fand es sehr schön
Als er die Schreckschraub mußt nicht mehr sehn.
 
 
Später hing eine Weile rum
Dracula am Taggymnasium.
Doch das hat auch nicht viel gebracht.
Sein Vater sprach ein Wort der Macht.
"Reiß dich am Riemen, Dracula,
sonst jag dich zum Teufel, klar?
Mit siebzig Jahren, oh Verdruß,
hast du noch keinen Schulabschluß.
 
Wie kannst du später sein ein Graf
Wenn du dich anstellst wie ein Schaf?"
Und dann, im Xten Internat,
Beißold die Lehrer bestochen hat,
dass Dracula das Abi schafft
mit allerletzter Geisteskraft.
Er ging dann zur Universität
- wir lesen, wie es ihm da geht.
 

Vampeamus igitur ***
(* Nach dem Studentenlied "Gaudeamus igitur" - Also wollen wir uns freuen)
 
Nach Heidelberg mit frohem Sinn
Flog als Student Dracula hin.
Auf dem Hauptfriedhof war eine Vampirpension
Und dort erwartet man ihn schon.
In der naturwissenschaftlichen Fakultät
Der Dracula zum Studium geht.
Zunächst studiert er Medizin,
dann zog es ihn zur Sozialpädagogik hin.
 
Auch Informatik, Geschichte, Kunst hat ungeniert
Der Vampir Dracula dort studiert.
Und manchmal er bis spät in den Tag
In Heidelbergs Bier- und Weinkellern lag.
Wo er Blutmet und –wein getrunken
Bis dass er untern Tisch gesunken.
Er feiert und er trieb sich rum
Nahm niemals ernst sein Studium.
 
Er trat ein in die Burschenschaft
Vampiria mit Jugendkraft
Und soff dort mit seiner Korps-Studenmütze
Bis er vom Blut gekotzt die Pfütze.
Auch auf dem Paukboden trat er an
Holt Narben sich vom Vampirpflock dann.
Zudem hatt' er Liebschaften viel
Die Liebe sah er nur als Spiel.
 
Er nahm auch gern verheirat' Frauen
Man konnt' dem Dracula nicht trauen.
Er ging halt ran an jeden Rock
Manchmal folgt ihm der Rache Pflock
Weil ein eifersücht'ger Ehemann
Ihn töten wollt in seinem Wahn.
Oder auch mit dem Hackebeil
Verfolgt hat diesen Donnerkeil.
 
Wie der Magistratsbeamte Gunter,
der hat ein Weib, recht keß und munter.
Die schöne Frau – ein Mensch – erwies mit Brunst
Dem gutaussehenden Dracula ihre Gunst.
Ihr Mann kam, als er grad sie vögelt
Da ist er aus dem Fenster segelt
Als eine Vampirfledermaus
Und fortgeflattert von dem Haus
 
Dass der gehörnte Ehemann
Ihm durch die Luft nicht folgen kann.
Doch als Dracula wiederkam
Die Leidenschaft ein Ende nahm
Weil Knoblauch und Dämonenbanner
Ihn aussperrten, und nur als Spanner
Konnt er noch die Geliebte sehn
Denn dieses Weib war gar zu schön.
 
Doch dachte er sich aus 'nen Trick
Nochmal zu genießen Liebesglück.
Spätnachts dann ist die Frau noch wach
- ihr Alter schnarcht, sie steigt auf's Dach.
Dann kommt der Dracula und bumst
Sie kräftig, dass der Dachstuhl rummst.
Es wachte auf der Ehemann
Die Frau er nicht mehr finden kann.
 
Worauf er einen spitzen Stock genommen
Und durch das Dachfenster gekommen.
Dracula jedoch hört sein Geschnaufe
Und setzt sich auf des Daches Traufe
Als eine große Fledermaus.
Die blonde Frau, gezogen nackt aus
Verstellte sich als Schlafwandlerin
Und spazieret über den Dachfirst hin.
 
Der Ehemann in Angst und Schreck
Erzitterte und holt sie weg.
Den Dracula, den sah er nicht
Die Dunkelheit verhüllt den Wicht.
Die Frau log, dass sie mondsüchtig sei
Neuerdings, weil sie zu wenig frei
Gequält von des Mannes Eifersucht
Ihr Unterbewußtsein nahm diese Flucht.
 
"Das Schlafwandeln kann erst aufhören
wenn deine Eifersucht mich wird nicht mehr empören."
Der Ehemann schwor Besserung
Graf Dracula flog weg mit Schwung
Und hat dann noch so manche Nacht
Bei der Beamtenfrau verbracht.
Sie war von ihm ganz hingerissen,
wollt ihn andauernd kosen, küssen.
 
Sie wollte gar, was kaum zu fassen
Sich von Dracula beißen lassen.
Sie wollte sich Vampirin nennen
Um immer bei ihm sein zu können.
Das war dem Dracula zuviel
Und er beendete das Spiel.
Die feste Bindung schreckte ihn
Nach Freiheit stand ihm sehr der Sinn.
 
Er sprach: "Was soll ich mich an Eine binden
Wenn ich kann immer Neue finden?
Niemals war falsch mein Liebesschwur –
Ich lieb halt nur die Liebe nur –
Drum – Vampeamus igitur!"
 
 
Dracula in der Disco flattert
Als er sich einen Blick ergattert
Auf eine tolle Werwölfin
Und er war sofort von ihr hin.
Sie war so wunder-strahlend schön
Dass dem Vampir fast blieb das Herze stehn.
Dunkelblond und gertenschlank,
mit festen Brüsten, und es trank
 
Dracula Liebesglut aus ihrem Bernstein-Feuerblick
Sie zu umarmen schien ihm höchstes Glück.
Er fordert sie zum Tanzen auf
Das Schicksal nahm nun seinen Lauf.
Ihr Name, der war Natalie
Und es war keine so wie sie.
Es folgte bald der erste Kuß
Es kam dann, wie es kommen muß.
 
Verliebt war über beide Ohren,
Dracula, hat sein Herz verloren.
Er konnte nur an die Geliebte denken
In ihrem Schoße sich versenken,
Wonne aus ihren Küssen trinken
Im Liebeswahn mit ihr versinken.
Er schrieb ihr viele Liebesbriefe
Glühend aus seines Herzens Tiefe.
 
Und ging mit ihr stets Hand in Hand
Vernebelt war ganz sein Verstand.
Der Werwölfin wilder Liebesbiß
Den Vampir immer mit sich riß.
Er wollte ohne sie nicht sein
Zählt die Minuten, wenn allein
Und ohne sie er einmal war –
Und eine Stunde war ein Jahr.
 
Ach, wenn sie ewig röten bliebe,
die schöne Zeit der ersten Vampirliebe!
Sein Professor, der Vampir Romulus,
der warnte ihn mit diesem Schluß:
"Sie ist Werwölfin, du Vampir,
drum, junger Freund, das rat ich dir:
Vergiß sie, reiß dich von ihr los
Sonst ist der Liebesschmerz zu groß.
 
Die Verbindung zwischen Werwölfin und Vampir
Geht niemals gut, das sag ich dir.
Wenn erst vorbei die große Liebesglut
Dann folgt Enttäuschung und die Wut.
Dann werdet ihr euch bald zerfleischen
Und alles Glück wird von euch weichen."
Dracula aber wollt nicht hören
Nicht sollte seine Liebe stören.
 
Denn er war so verliebt wie nie
In die schöne Wölfin Natalie.
Sie war so lieb, sie war so hold
Ohne sie er nicht mehr leben wollt.
Natalie war sein ganzes Glück
Davon wollt nie mehr er zurück.
Wie Julia und Romeo
Waren sie ihrer Liebe froh.
 
Doch dann, bei einer Wolfshochzeit
Da gab es ihren ersten Streit.
Auch Dracula zur Hochzeit kam
Mit Natalie, sich gut benahm.
Doch trieben mit ihm bösen Spott
Die Werwölfe, und man ihm droht
Man wollt ihn in der Luft zerreißen
Oder zumindest kräftig beißen.
 
"Was willst du, eitler Flatterwisch?"
mußt Dracula anhören sich.
"Du Fledermäuserich ohn' Saft und Kraft,
flieg fort, sonst wirst du hingerafft!"
Als Dracula nicht hingehört
Die Jungwerwölfe sehr empört
Und stießen, zausten ihn herum
Bis es dem Vampir doch zu dumm
 
Und er gleich zwei zu Boden schlug.
Danach entfernt er sich im Flug.
Das tadelt seine Werwölfin
Die dann geblieben ohne ihn.
Sie hatten einen kurzen Streit
Doch danach tat es beiden leid.
Und sie versöhnten sich im Bett
War wieder alles Wonne, lieb und nett.
 
Doch zeigt sich bald, obwohl sie friedlich
Dass ihre Charaktere unterschiedlich.
Er flog, sie rannte durch den Wald,
er schwieg, sie heulte, dass es schallt.
Er ab und zu 'nen Menschen biß
Sie Ochsen, Kühe, Schafe riß
Kam völlig blutbefleckt nach Haus
So dass es Dracula ein Graus.
 
Auch zeigte sich im Alltagsleben
Dass sie recht unterschiedlich eben.
Im kleinen Haus, wo sie gewohnt
Der Dracula der Ordnung front.
Er putzt die Fenster, kaufte ein,
und dieses mußt er ganz allein.
Natalie schminkt und putzte sich
Kauft Kleider viel und schmückte sich.
 
Und morgens war schon früh sie wach
Während Dracula im Sarge lag.
Dafür war sie dann Abends müde
Meistens, trotz ihrer Jugendblüte.
Doch wenn's die Zeit vom Vollmond war
Kannte sie keine Ruhe gar.
Dann rennt sie Tag und Nacht herum
Was Dracula dann wurd' zu dumm.
 
Drei Tage, Nächte unterwegs,
ging mit der Zeit ihm auf den Keks.
Zumal sie auch voll Leidenschaft
Rund um die Uhr dann wollte seine Liebeskraft.
Und biß ihn zaust ihn fürchterlich,
und stöhnt: "Streng dich an, Flatterwisch!"
Einmal hat ihn sie gar betrogen
Da kam bei Vollmond angeflogen
 
Von Himmel hoch Graf Dracula
Natalie mit einem andern sah
Wie sie im Wald voll Liebesglut
Es wild mit einem andern treiben tut.
Und dieses, wie er leider sah,
ein Pilot von der Luftwaffe war.
Dracula stürzt sich voller Grimm
Herab und er verprügelt schlimm
 
Seinen Rivalen, den Pilot,
der er gar zu ermorden droht.
Und Natalie, sie lachte nur
Da war von Reue keine Spur.
Den grausam war die Werwölfin
Und grausam Spiel, das war ihr Sinn.
Dracula kam nicht von ihr los
Es war sein Leiden furchtbar groß.
 
Kaum dass er einmal Schluß gemacht
Kam er schon wieder in der Nacht.
Sie stritten und sie zankten sich
Und litten beide fürchterlich.
Und doch konnt Dracula es nicht fassen
Als Natalie ihn dann verlassen.
Bei Tag und Sonnschein reist sie ab
Als Dracula lag im Sarg im Kellergrab.
 
Nachts las er ihren Abschiedsbrief,
und dieser Brief, der traf ihn tief.
"Ich werde niemals wiederkehren",
so schrieb sie ihm in allen Ehren.
"Unsere Liebe war ein Irrtum nur,
abseits und gegen die Natur.
Ich verlasse Heidelberg, und du, Vampir,
versuche nicht zu folgen mir."
 
Er folgt ihr doch – in den Ardennen
Lernte er eine große Enttäuschung kennen.
Natalie hat sich ohn' Gewissen
An einen reichen Playboy rangeschmissen.
Den Werwolf Pere Loup, den Dracula nicht leiden konnt
Und der in ihrer Gunst sich sonnt.
Mit ihr dann reist an die Côte d'Azur,
da war das Meer so blau, so pur.
 
Worauf Pere Loup auf seiner Yacht
mit Natalie bei einer Kreuzfahrt Liebe macht.
In wildem Zorn kam Dracula
Herunter vom Sternenhimmel da.
Und mit einem Silberdolch in seiner Faust,
dem Werwolf droht er, dass ihn graust.
Des Dolches Griff war isoliert
Dracula faßt ihn ungeniert.
 
Doch Natalie, sie lachte nur
Von Liebe spürt er keine Spur.
"Ich werde noch viele Liebhaber haben!"
rief sie. "Willst du sie all begraben?
Mich bändigt nicht Liebe, nicht Pflicht
Der Werwölfin wildes Herz zähmst du mir nicht!
Unsere Zeit ist vorbei –
Flieg fort, gib' mich frei!"
 
Dem Vampir brach das schwarze Herz
Entsetzlich war sein Liebeschmerz.
Doch weil Natalie so wunderschön
Hat er sich nicht imstand gesehn
Ihr nur ein einz'ges Haar zu krümmen.
Es tat die Yacht dann weiterschwimmen
Und ohne Gruß und Abschiedswort
Flog Dracula durch die Lüfte fort.
 
Er hat's bis Heidelberg geschafft,
irgendwie, vorbei war seine Kraft.
Tief war in seinem Herz die Wunde,
er kannte keine frohe Stunde.
Er verkroch sich im Sarg,
und litt bitterlich arg -
wollte nichts hören, nichts sehn,
so schmerzte ihn das Geschehn.
 
Er hörte lange traur'ge Lieder,
trank kein Blut, matt waren seine Glieder.
Seine Miene war blaß, wund und traurig sein Blick
Und trauert er nach seiner Liebe und Glück.
Tags wenn er geträumt von Natalies Küssen
Dann hat es ihm wenn er wach des Herze zerrissen.
Die große Liebe, die sah er verloren
Weil sie als Werwölfin und er als Vampir geboren.
 
Sein Freund Nosferatu, der klärte ihn auf:
"So ist es nun einmal der Dinge Lauf.
Mit Wölfin, Vampirin hat das gar nichts zu tun,
es ist die Natur von den Weibern mal nun.
Zuerst hat Natalie für dich Liebe gefühlt
Doch danach dann nur noch mit dir gespielt.
Sie war die Katze, und du warst die Maus,
sei nächstens du Katze, dann hältst besser du's aus.
 
Mein Freund, sei doch kein Kostverächter.
Auch andere Mütter haben durchaus schöne Töchter."
 
Worauf Dracula mit Zorneswort
Den Nosferatu jagte fort
Und danach noch in wilder Wut
Seinen Sarg in Trümmer hauen tut
Und wollte dann wie wahnsinnig
Mit einem Holzsplitter selber pfählen sich.
Freund Nosferatu, der sich im Hause versteckt
Den Röchelnden hat in den Sargtrümmern entdeckt.
 
Er brachte ihn in ein Vampirkrankenhaus
Dort holte man ihm den Holzpflock heraus
Der knapp nur verfehlt das vampirische Herz
Und enden sollte den Liebeskummer und Schmerz.
Eine Woche lag Dracula krank,
Bluttransfusionen, Teufelseidank,
erhielten sein vampirisch Leben
so dass er lebte weiter eben.
 
Und als er wieder dann zu Hause
Macht er mit Nosferatu eine Sause.
Und er besoff drei lange Wochen sich
An Blutmet, -schnaps, -wein fürchterlich.
Und Nosferatu als sein Kamerad
Aus Freundschaft mitgesoffen hat.
Bis er dann sprach in seiner Not:
"Es reicht, sonst saufen wir uns tot.
 
Nur wegen dieser Werwölfin
Raffst du dann auch deinen Freund noch hin.
Dann hast du es auf dem Gewissen
Wenn wir allbeide sterben müssen.
Endet unser dämonisch Leben
Wenn du das willst, so sei es eben.
Ich lasse niemals dich im Stich
- säufst weiter du, so sauf auch ich."
 
Dracula unter Tränen sprach:
"Einen bess'ren Freund gab's niemals, ach,
das werd' ich niemals dir vergessen,
Nosferatu, und sollt die Höll' mich fressen.
Die Sauferei ist jetzt genug
So wie der Werwöfin Betrug."
Nachdem sein Kater dann vorbei
fühlt Dracula sich schon fast frei.
 
Hat alle Bilder von Natalie zerrissen
Was von ihr noch da war weggeschmissen
Von ihr nur noch zynisch hat gesprochen
Den Kontakt für immer abgebrochen.
Doch manchmal, wenn er war allein,
da schmerzte ihn die alte Pein.
Die Narbe bei seinem Herzen die brennt
So ist's, wenn ein Vampir die Liebe kennt.
 
Und er flüstert: "Mich bändigt nicht Liebe, nicht Pflicht
Der Werwölfin wildes Herz zähmst du mir nicht!
Unsere Zeit ist vorbei –
Flieg fort, gib' mich frei! -
Ja, flieg fort, gib mich frei,
unsere Zeit ist vorbei.
Ist gegangen der Mai.
Vorbei der ersten Liebe Glück,
 
Natalie ging, kehrt nicht zurück.
Der Sommer ging, der Winter kam,
Natalie einen andern nahm.
Vorbei der Liebe Rausch und Glück
Vorbei die Zeit, kehrt nicht zurück."
Bei allem, was sie ihm angetan
Dracula nie ganz vergessen kann,
die schöne Wölfin Natalie
und wie er so sehr liebte sie.
 
Es schien die Welt ihm danach kälter,
und Dracula, der fühlt sich älter
als zu der Zeit, als sein Herz vor Liebe schrie
nach seiner schönen Natalie.
Viel später wurde ihm dann klar
Dass sie im Grund nicht böse war.
Sie folgte ihrer Wolfsnatur
Die stärker war als Liebesschwur.
 
Die Liebe kommt, die Liebe geht
Und Träume und Küsse der Wind verweht.
Doch in der Erinnerung bleibt einem jedem zu lesen,
die Stunden, in denen er glücklich gewesen.
Und am Ende des Lebens, wenn es vorbei,
bleibt doch die Erinn'rung an seinen Mai.
Und es ist besser zu spüren den Schmerz
Als niemals zu fühlen die Liebe ins Herz.
 
Heimsucht den König Salomon
Azrael, des Feuers bös' Dämon.
Fackelt ab halb Jerusalem
Sodass es dort nicht mehr bequem.
Drauf ging zum Tempel Salomo
Und klagt Jehova: "Oh, oh, oh!
Es brennt der Kittel lichterloh
Deinem treuen Diener Salomo.
 
Und wenn du keine Hilfe schickst
Verbrennt hier alles, oh verflixt!
Als er dann eine Beschwörung sprach
Da gab es einen Blitz und Krach.
Und aus dem Dimensionentor
Flog der Graf Dracula hervor.
Er schüttelt und er rüttelt sich
Und wendet an Salomo sich.
 
"Mich schickt Sankt Saugofatius
mit Azrael zu machen Schluß
alldieweil dieser Bösewicht
ein Feind ist von dem Heil und Licht."
Salomo spricht zu ihm: "Dunkler Engel,
wir werden enden diese Mängel.
Sag mir, bist du ein Himmelsbote
Voll Heiligkeit in deiner Quote?"
 
"Oh, Salomo, ich sage dir,
ich kämpf für's Gute als Vampir,
frag nicht, nimm meine Hilfe an
dass man Azrael besiegen kann."
Drauf Salomo vor den Hohen Rat
Den Dracula geführet hat.
Der Hohepriester Jojakin
Der rief gleich laut: "Kreuziget ihn!
 
Vertraun wir diesem Teufelsknecht
Dann wird es uns ergehen schlecht.
Schwarz ist sein Kleid, spitz ist sein Zahn
Mit ihm man sich nicht verbünden kann."
Drauf sprach der König Salomo:
"Der Kittel brennt uns lichterloh,
müssen mit Dracula uns verbinden
sonst werden all den Tod wir finden
 
durch Azrael, des Feur's Dämon.
Dracula wegzuschicken wär' ein Hohn.
Ich prüfte ihn mit meinem Siegel
Und auch noch mit dem Zauberspiegel.
Weiße Magie ist sein Metier,
das ist nicht schlecht, drum steht er hier.
Kann durch Magie uns auch verstehn
Hebräisch sprechen, was sehr schön.
 
Ihn schickte uns der Große Gott
Um zu beenden uns're Not."
Doch wieder plärrt der Jojakin:
"Hinweg mit ihm!" und "Kreuzigt ihn!"
Er hat sich das Gewand zerrissen
Und predigte dann ins Gewissen
Dem ganz gesamten Hohen Rat
Der endlos lang getaget hat.
 
Dracula in des Grabes Kammer
Verschlief im Sarg den ganzen Jammer.
Als Azrael dann wiederkommen
Hat er Jojakins Haus sich vorgenommen.
Er rast hinein, er rast hinaus
Und lichterloh brennt schon das Haus
Worauf der Priester Jojakin
Mit brennendem Nachthemd erschien.
 
Da sprach der König Salomo:
"Der Kittel brennt ihm licherloh.
Das sehe ich nun als ein Zeichen
Dass er geirrt sich ohnegleichen.
Löscht ihm das Nachthemd und den Bart
Und dabei nicht mit Wasser spart."
Den Jojakin drauf sehr verstimmt
Den Widerspruch zurück gleich nimmt
 
Und fordert auf den Hohen Rat
Zu sühnen diese Missetat.
"Mein Bart ist ab und ritzeratze,
der Kopf mir kahl gesengt zur Glatze.
Auch ist mein Hintern angebrannt,
oh, welcher Frevel, Sünde, Schand'!
Nicht einmal vor dem Hohepriester
Schreckt Azrael zurücke, dieser Biester
 
Gerächt an ihm wird' diese Tat
Drum sei der Dracula parat!"
Als Dracula trat an den Sarg
Da wackelt er und knarrte arg
Und Deckel rauf und Deckel runter
Bewegt der Dracula sich munter
Mit seinem Hintern auf und ab
- er lag ja nicht allein im Grab.
 
Mit der Königin von Saba, die Salomos Geliebte
Er kräftig sich im Beischlaf übte.
Da sprach der König Salomo:
"Oh je, das stimmt mich gar nicht froh!"
Und trat aus lauter Eifersucht
Den Sarg vom Sockel wohl mit Wucht.
Es ließen sich nicht stören, heiter
Machten die beiden auf dem Boden weiter.
 
Die Königin stöhnt: "Oh, oh, oh,
viel besser als der Salomo
kann bumsen, das ist völlig klar
der Va-Va-Vampir Dracula."
Salomo sprach: "Sternsakrament!"
Doch weil die Strategie er kennt
Schloß er mit Dracula einen Pakt
Als endet der Geschlechtesakt
 
Dass Dracula konnt sich amüsieren
Die Königin konnte verführen
So oft und wann, wie, wo er wollt
Bis dass besiegt ist Azrael-Unhold
Dann sollte er die Stadt verlassen
Und sich auch nicht mehr blicken lassen
Verschwinden durch der Zeiten Tor
Das ihn zuvor gespuckt hervor.

Wie Dracula die Königin von Saba im Fliegen bumste und was dabei geschah

 
Azrael ließ sich lang nicht blicken
Und Dracula tat oft beglücken
Die sexbesess'ne Königin
Die stets nur eines hat im Sinn.
Sie konnt' vom Sex genug nicht kriegen
Und sprach: "Ich tät's so gern im Fliegen."
Worauf der Vampir Dracula
Im Flug dann ihr Geliebter war.
 
Das sah der Dämon Azrael
War voller Neid und guckte scheel
Weil mit ihm niemals trieb ein Weib
Wohl Sex und solchen Zeitvertreib.
Es wollte keine ihn verführen
Es blieb ihm nur das Onanieren.
Und als dann wieder in den Lüften
Dracula an den nackten Hüften
 
Gepackt die schöne Königin
Da flog der Azrael gleich hin.
Und traf mit einem Feuerstrahl
Das Paar beim Sexakt gleich zweimal.
Die Königin mit Angstgeschrei
Stürzt ab zur Erde schwer wie Blei.
Und Dracula, dessen Liebespfahl versengt
Den Flug weg von Azrael lenkt.
 
Im Sturzflug rast er dann heran
Die Königin noch packen kann
Die dalag dann mit einem Schock
Ohn' Höschen und ohn' BH und Rock.
Das sah der König Salomo
Und grinste ziemlich schadenfroh.
Ja, das war eine solche Liebesglut
Die tat den beiden gar nicht gut.
 
Der Azrael ist weggeflogen,
Dracula, dessen Glied verbogen
Von nun an die Erfahrung kennt
Dass nicht nur im Herz die Liebe brennt.
Sprach zu Salomo: "Diese Sache
Soll büßen der Azrael, Rache!
Das kann ich auf den Tod nicht leiden
Wenn man mich stört bei solch Gelegenheiten.
 
Es hat der Schuft mich halb verbrannt
Und auch noch beinahe entmannt.
Hoffentlich gelingt bald unser Plan
Wie man Azrael vernichten kann."
Es war der Plan zwar sehr gefährlich
Und die Erfolgsaussichten spärlich.
Doch Dracula schreckt nicht zurück
Zu killen das Dämonenstück.
 
Die Queen von Saba jammert sehr
In dem Palast dann bis zum Gehtnichtmehr
Und sprach zum König Salomo:
"Es ist voll Brandblasen mein Po.
Meine Muschi wurde angesengt,
mein Busen auch, was mich sehr kränkt.
Das ist ein Wink vom Schicksal mir
Nicht mehr zu lieben den Vampir.
 
- Oh Salomo, oh Salomo,
dich lieb ich wieder lichterloh."
Doch Salomo war ziemlich kühl,
sprach: "Du verletztest mein Gefühl.
Das muß ich mir gut überlegen
ob ich nochmal mit dir will die Liebe pflegen."
Worauf die Königin ihn splitternackt
Sofort an seinem Penis packt.
 
Da hatt' er nicht mehr überlegt.
Dracula hat's nicht aufgeregt
Weil die Königin von Saba
Für ihn nur eine Liebschaft nur war.
Er dachte mehr an Azrael
Und wollt' dem Unhold nun als Fell
Und sehn ob er's als Feuerwehrmann
Mit dem Dämon aufnehmen aufnehmen kann.

Fürst Ernst August von Pinkelstein

Fürst Ernst August pißt in hohem Bogen
Vom Schloßfenster herab in seines Schloßteichs Wogen.
Er pißte aus dem dritten Stock
Die Fürstin sah's und kriegt 'nen Schock.
Und rief: "Ernst August, ich lass mich scheiden,
solch Proletariersitten, die mag ich nicht leiden.

Was ist denn nur in dich gefahren,
du tatest solches nicht in den zehn Jahren
die wir verheiratet hier leben
wie kann es solch Grand Scandal nur geben?
Da sprach der Fürst mit Standesdünkel:
"Ich demonstriere hier, dass ich ein feiner Pinkel

der über kleinlichen Bedenken steht
und dessen starken Strahl kein Wind verweht.
Ich pinkle hoch, ich pinkle weit,
ich pinkle hier im Festtagskleid.
Während ich pisse wird die Fahne gehißt
Die Schar der Schlossesdienerschaft grüßt

Die Schloßwache stramm salutiert,
ja, Ehre, wem die Ehr' gebührt.
Ich zeige hier ein starkes Stück
Das unsres Hauses Stolz und Glück.
Im ganzen Land kein Edelmann
In weiterem Bogen und stärkerem Strahl als ich wohl pissen kann.

Der Kaiser selbst beneidet mich
Der quält mit Blasensteinen sich.
Von nun an soll mein Name sein
Ernst August, Fürst von Pinkelstein.
Und wenn ich mal gestorben bin
In Stein gemeißelt stellt mich hin

Mit einer Wasserleitung eingebaut
So dass mein Denkmal pißt vom Schloßdach traut
Viel Meter weit dort zu dem Teich
Damit es jeder sieht sogleich
Dass dies kann nur das Stammschloß sein
Des Fürstentums von Pinkelstein.

Solang der Strahl des Fürsten fließt
Das Fürstentum Ansehen und Wohlstand genießt.
Dafür steh' ich dann als Symbol
In Erz gemeißelt würdevoll.
- Das ist ein stolzes Fürstenhaus
- Das sucht ein solch Symbol sich aus

Das über niedrigen Bedenken steht
Und stolz durch die Geschichte geht!"
Die Fürstin tief ergriffen stand
Und faßte dann des Fürsten Hand.
Sprach: " Der Ruhm des Hauses Pinkelstein
Soll fortan der Strahl des Fürsten sein.

Entschuldige, dass ich getadelt
Tat und Werkzeug, was dich besonders adelt
Und dass ich voller Unverstand
Dein Verhalten erst anstößig fand.
Jetzt stimm ich in den Ruf mit ein:
Hoch lebe der Fürst Pinkelstein."

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