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Neptun-Zitate aus Harry Holt 2 <Im Reich der Amazonen>
Ad 1:
Als ein Tyrannosaurus den Wackren verfolgt:
"Hilfe, er will mich fressen!"
Das Tier ist gottvergessen.
Wo bietet sich mir ein Versteck,
dass er mich nicht verschlingt vom Fleck?"
Ad 2:
Auch mit Riesenspinnen gibt es Ärger. Neptun, als er hört, dass die gewaltige Monsterspinne Grylla ihr Männchen nach dem Paarungsakt auffrißt:
"Schöne Sitten, muß ich bitten.
Wirklich sehr erfreut bin ich,
dass ich kein solcher Spinnerich.
Ich sag, wir müssen greifen ein,
und töten dieses Spinnenschwein.
Nie mehr im Leben hätt ich Ruh,
sähe ich dem Mord hier tatlos zu."
(Die Monsterspinne will gerade eine in ihrem Netz hängende Amazone fressen).
Ad 3:
Neptun über sich selbst:
"Als Schiller fiel und Goethe starb,
der Muse Kuß 'nen Neuen warb.
Und dann erwies mit großer Brunst,
dem Rocker Neptun sie die Gunst.
Herrlich tönen seine Verse,
doch oftmals leer ist seine Börse."
Ad 4:
Der Saurier ist noch nicht weg...
"Im Hain verbarg er sich mit List,
damit ihn nicht der Saurier frißt.
Auch ich lag unter einem Strauch,
sah über mir des Sauriers Bauch.
Die Bestie schnob gar fürchterlich,
da ließ ich mein Versteck im Stich.
Und rannte um das nackte Leben,
vorm Saurier her, ihr saht es eben."
Ad 5:
.. und sonst gibt es auch einigen Ärger und Mangelerscheinungen für unseren reimenden Freund:
"Ich brauche bald 'nen Kasten Bier,
sonst werde selber ich zum Tier..
Fehlt mir der Alkohol im Blut,
geht es mir wirklich nicht mehr gut."
Ad 6:
Seine Antwort auf die Empfehlung, statt Bier doch Quellwasser trinken zu wollen:
"Spuck. Kotz. Würg, was rätst du mir?
Zum Waschen schuf Gott Wasser, zum Trinken das Bier."
Ad 7:
Auch sonst hat er manchen Kommentar übrig, z. B. über auf Flugdrachen reitenden Amazonen:
"Die Amazone in die Lüfte steigt,
von oben ihre Titten zeigt.
Was dem Rocker sein Motorrad,
ist der Flugdrachen für die Amazonenart.
Es mangelt ihm zwar an P-Essen (Merhzahl von PS),
doch dafür muß er täglich fressen.
Wir reisen hier und fliegen fein,
mit Amazonica-Flugdrachen-Line.
Doch wo sind wohl die Stewardessen?
Getränke werden hier vergessen.
Entsetzlich ist des Rockers Durst,
und alles andre ist ihm wurst.
Ich gäbe viele Schätze hier,
für einen guten Kasten Bier."
Ad 8:
Auch steht er treu zu seinem Freund, dem Rockerboß Wumme, als dieser von Amazonen geschändet wird, und bietet ihm Schutz an. Neptun ist bei den Amazonen als Schweinehirt untergekommen. Höher reicht sein Ehrgeiz nicht.
"Pit, mit dir fühle und leide ich.
Bei meinen Schweinen und mir ist immer ein Platz für dich.
Dort bist du sicher, das schwöre ich,
meine schützende Hand halte ich über dich."
Ad 9:
Auch über die Liebe weißt Neptun Bescheid:
"Verliebt wird der Mensch zum Tier,
drum halt ich lieber mich ans Bier.
Des Meeres und der Liebe Wellen,
ließen schon manchen Kahn zerschellen.
Und es ertrank sein Steuermann,
wegen dem argen Liebeswahn.
Auch ich habe, gestehe es ungeniert,
die Macht der Liebe schon sehr verspürt.
Doch treulos war dies Frauenherz,
ich litt und spürte argen Schmerz.
Sehr lange habe ich gelitten und traurige Lieder gehört,
am Boden bin ich gewesen zerstört.
Doch bin ich auferstanden wie Phönix aus seiner Asche,
seitdem halte ich mich lieber an die Flasche.
Das rate ich jedem anstatt zu lieben,
doch es hört kaum einer, man folgt seinen Trieben.
Ein Mann, der Hirn hat und ist schlau,
liefert sich niemals aus an eine Frau."
Ad 10:
Auch zur Emanzipierung des Mannes im Reiche der Amazonen fällt ihm gereimt etwas ein:
Das ist ein hartes Superding.
"Sie bekennt sich gar zu einem Mannling.
Die Amazonen stehen kopf,
Hlalyra kappt den alten Zopf,
dass die Frau die Krone der Schöpfung ist,
wie es hier gehandhabt bis zur heutigen Frist.
Prinzessin Hlalyra, kühn, schön und jung,
kämpft hier für ihres Liebsten Anerkennung.
Sie fordert, und sie kann es,
die Emanzipierung des Mannes."
Ad 11:
Doch manchmal ist auch der Held Neptun überfordert und ratlos:
"Das ist eine große Scheiße.
Es naht der Feind sich reihenweise.
Erdrückend ist die Übermacht,
was tun wir jetzt in dieser Nacht?"
Das Hackbeil-Hobby
Um nicht geistig zu veröden
Und dann völlig zu verblöden
Gilt die Empfehlung allerwegen
Sich ein Hobby zuzulegen.
Briefmarken sammeln, Tennis spielen,
Aquarelle malen, in alten Steinen wühlen,
Ganz egal nun, was es sei
Ein Hobby macht den Geist dir frei.
Karl Neidsam konnt sich schwer entscheiden
Welches Hobby er möcht leiden.
Bis er dann tat nach langem Sinnen
Das Hackbeilmorden zu beginnen.
Als Mörder mit dem Hackebeil
Hackt ab er manches Körperteil
Und wenn das Blut zur Decke spritzt
Dann lächelte er ganz verschmitzt.
Wenn ihn mal plagt die Langeweil
Dann nahm er sich sein Hackebeil.
Begegnet ihm ein armer Tropf
Dann schlug er ihm erst auf den Kopf.
Danach hackt er erst ab Arm und Bein
Damit der Typ kann nicht mehr schrein.
Und wenn er von sich konnt in der Zeitung lesen
Dann ist er mächtig stolz gewesen.
Am Sonntag aß er Sauerbraten
Und las dabei von seinen Taten.
Da kann nun jeder gut verstehn:
Ein Hobby macht das Leben schön
Das Hobby, das hält fit und jung
Verschafft Entspannung dir und Schwung.
So schön auch dieses Hobby war
Der Polizei mißfiel es gar.
Sie hat Karl Neidsam festgenommen
Ins Zuchthaus ist er dann gekommen.
Dort schrieb er seine Memoiren
Die alsbald ein Bestseller waren.
Forever young, forever fit
Positiv denken, Schritt für Schritt
Besieg den inn'ren Schweinehund
Dann wirst du uralt kerngesund.
Mit Diät, Selbstdisziplin und Sport
Und ab und zu mal einem Mord.
Karl Neidsam wird hier sehr bewundert
Er wird im Zuchthaus demnächst Hundert.
Es gab mal eine Poltergeist
Wecher Jana Jacinova heißt.
Sie polterte derart in Prag
Dass man sie nicht mehr leiden mag.
Der Hradschin wackelt und es bebt
Die Altstadt, so dass ist bestrebt
Der Magistrat, sie auszuweisen.
Hier muß man Rabbi Yitzchak preisen
Der einst den Golem mal erfand
Der hat die Polter weggebannt.
Worauf dann diese, ungelogen,
zweihundert Jahr herumgezogen
sie poltert hier, sie poltert dort
und blieb nie lang an einem Ort.
Bis sie, nach langer Wandrung dann
In den Karpaten langte an.
Dort trat sie nachts beim Mondenschein
Ins Schloß von Graf Dracula ein.
Sie nistet ein sich in den Kellern
Und schmiß gleich mit Gerät und Tellern.
Dracula, als er heimgekommen
Hat sich die Polter vorgenommen.
"Ich bin das Grauen in der Nacht
das Heerscharen hat umgebracht,
der Unhold und die Fledermaus
und du, du Aas, fliegst hier hinaus.
Doch vorher wirst du ohne Säumen
Die Scherben und den Dreck wegräumen!"
Der Poltergeist erwidert barsch:
"Graf Dracula, leck mich am Arsch!
Das Schloß ist das, was ich gesucht
Und niemand zwingt mich hier zur Flucht."
Worauf sie sich unsichtbar macht
Und höhnisch aus dem Jenseits lacht.
Sie poltert fortan fürchterlich
Und Dracula, der ärgert sich.
Er konnt tagsüber nicht mehr schlafen
Und auch die Polter nicht bestrafen.
Bald war er nur noch wie ein Schatten
Und nährte mühsam sich von Ratten
Weil ihm die Kraft zum Fliegen fehlt
So sehr ihn diese Poltergeistin quält.
Graf Dracula litt Höllenqualen
Vom Treiben dieser Asozialen
Die lärmt und poltert, Dreck verstreut,
pöbelt, erdbebt, Ordnung scheut
so sind nun mal die Poltergeister –
sie anerkennen keinen Meister.
"Ade, du liebes Schloß der Väter",
sprach Dracula, der Übeltäter,
"ihr lieben Täler, stolze Höhn,
ihr werdet mich nicht wiedersehn.
- Ich wandre aus in die Neue Welt
wo mich kein Poltergeist mehr quält."
Worauf er sich mit letzter Kraft
Zum Auszug aus dem Schloß aufrafft.
Wir lernen hier aus der Geschicht
Mit wüsten Weibern wohne nicht
Am Beispiel von Graf Dracula
Man sieht ja, wie es ihm geschah.
Wie seine Reise ist gewesen
Das ist im nächst' Gedicht zu lesen.
Graf Dracula in seinem Blutdurst
biß beim Metzger in die Blutwurst
worauf er dann, was für ein Jammer
nicht raus konnt aus der Räucherkammer.
Weil ein Umhang sich verfing
am silbrig Haken, der da hing.
Im Abzug steckte er mit Schaden
umwallt von Dunst und Räucherschwaden.
Von ihm zur Rechten und zur Linken
hingen der Würste viel und Schinken.
Zudem quält' ihn im Abzugsloch
der Knoblauchdunst der Cabanossi noch.
Der Metzger als er dieses sah,
rief: "Rauchfleisch á la Dracula
bring ich als Sonderangebot
wenn sicher ist, der Kerl ist tot."
Vampirpech im Wilden Westen
Die Kutsche rollt, der Donner grollt
Als aus den Lüften ein Unhold
Sich flugs hinter den Kutscher schwingt
Damit der Vampirbiß gelingt.
Doch hat nach Knoblauch so gestunken
Der Kutscher, dass herabgesunken
Der Dracula, der Vampirgraf
Als ihn des Kutschers Atem traf.
Merke: Ja, Knoblauch, der ist sehr gesund
Doch riechst du stark dann aus dem Mund.
Und wieder lauert am Raton Paß
Graf Dracula mit Gier und Haß
Und als die Kutsche rollt heran
Schaut er sich gut den Kutscher an.
Der Knoblauchkutscher ist es nicht.
Graf Dracula, der Bösewicht
Fliegt hin, im Vampirflug sodann
Greift er voll Gier den Kutscher an.
Die Kutsche holpert fürchterlich
Dracula kann nicht halten sich,
er stürzt vom Kutschbock hoch herab
es trifft ein Huftritt ihn ihm Trab
dass abbricht ihm ein Vampirzahn
und er wird auch noch überfahrn.
Mit einem Zahn nur ausgestattet
Liegt in der Höhle er ermattet
Wartet mit Schmerz und ohne Faxen
Bis ihm der Beißzahn nachgewachsen.
Und wieder liegt er auf der Lauer
Und aus Erfahrung ist er schlauer
Und diesmal will in Gier und Wut
Er der Kutschenpassagiere Blut.
Schon fliegt der Vampir durch das Fenster
Doch in der Kutsche fünf Gespenster
Sitzen und sie greifen sich
Dracula, lachen fürchterlich.
"Du bist der größte Narr von allen
die Geisterkutsche hast du überfallen.
Du wirst als Geist hinzugenommen
Und nie mehr sollst du uns entkommen.
Wirst mit uns noch in vielen Jahren
In der Geisterkutsche durch den Wilden Westen fahren!"
Graf Dracula mit letzer Kraft
Den Ausbruch aus der Kutsche schafft
Sein Umhang ist total zerrissen
Das linke Ohr halb abgebissen
Zudem hängt ihm, oh Schmerz und Graus,
das rechte Auge halb heraus.
Die Kutsche in der Fern verschwindet
Der Vampir Zorn und Schmerz empfindet.
Worauf er röchelnd dieses spricht:
"Nochmal eine Kutsche überfalle ich nicht,
und – darauf auch mein Vampirwort –
hier bleib ich nicht, ich ziehe fort.
Von jetzt an saug ich Indianerblut,
ich schätze, dieses tut mir gut."
Schwarzfahrer sind nicht gern gesehn,
wir lesen ja, was hier geschehn,
Auch bringt eine Auswanderung
Nicht immer die Verbesserung.
Im eignen Land kennt man sich aus,
im Ausland, ferne von zuhaus,
kannst du leicht unter die Räder kommen,
wie wir's von Dracula vernommen.
Der alte Spruch bewahrheitet sich:
Bleibe im Lande und nähre dich redlich!
Sei es nun Brot, sei es nun von Blut
to hus is best, to hus ist gut!
Am Niobrara River hing in großer Qual
Graf Dracula am Marterpfahl.
Der Medizinmann Wilde Sau
Fing ihn mit einer Horror-Schau
Anhand von einer Großbeschwörung
Der ganze Stamm war in Empörung
Weil der Vampir, nichtsnutzig und gerissen
Drei Squaws hat in den Hals gebissen.
Und eine davon noch geschwängert
Weshalb er an dem Pfahle hängert.
Man schießt auf ihn mit Pfeilen viel
Treibt mit dem Messer auch sein Spiel
Und sengt ihn an und brennt ihn schwer
Das Quälen nahm kein Ende mehr.
Bis dann sprach Häuptling Sitting Bull:
"Jetzt wird gepfählt, das Maß ist full."
Als er naht mit dem spitzen Keile
Spricht Dracula: "Wart eine Weile.
Wenn ihr mein Leben schonen wollt
Ihr Fort Keogh erobern sollt.
Ich dring als Fledermaus dort ein
Und laß euch durch das Tor hinein.
Dann habt ihr leicht viel Skalps und Ehre
Was ohne mich nicht möglich wäre."
Er raucht dann, als er losgebunden
Die Friedenspfeife, zum Bekunden
Dass er von jetzt an zu jeder Frist
Bruder und Freund der Sioux ist.
Drauf später, in der Neumondmondnacht
Er auf zum Vampirflug sich macht.
Und stößt herab vom Firmanent
Als Fledermaus, wie man ihn kennt.
Mit seinem scharfen Vampirzahn
Fällt er die Fort-Wachtposten an.
Er trinkt und schlürft und schmatzt ihr Blut
Des einen, das schmeckt gar zu gut.
Das war der Master-Sergeant Frank,
der täglich drei Flaschen Whisky trank.
Das Quantum konnte er vertragen
Doch Dracula hat's umgeschlagen.
Volltrunken flattert er umher
Und findet seinen Weg nicht mehr.
Landet statt in der Pulverkammer
Volltrunken im Abort – oh Jammer
Wo er im Loch kopfunten steckt
Bis ihn das Wecksignal geweckt.
Worauf er stinkend wie die Pest
Gerade noch das Fort verläßt
Bevor die Sonne aufgegangen,
es wär ihm übel sonst ergangen.
Weil so ein Vampir-Bösewicht
Getötet wird vom Sonnenlicht.
Die Sioux kamen blöd sich vor,
verschlossen blieb vom Fort des Tor.
Drauf sprach der Häuptling Sitting Bull:
"Graf Dracula, das Maß ist full.
Ich geb dir eine Chance noch,
wenn nicht, dann kriegt dein Herz ein Loch."
Vier Wochen später, noch einmal,
wagt Dracula den Überfall.
Er fliegt als eine Fledermaus
In die Pulverkammer, und, oh Graus,
mit Streichhölzern, die er da fand
steckt er die Lunte gleich in Brand.
Wumm, im Fort der Schreck ist groß
Als das Dynamit geht los
Und das Pulver auch dabei
Herumfliegt Stein und Eisen, Blei,
und Dracula, der festgeklemmt
im Fenstergitter, das ihn hemmt
ihm reißt die Explosion mit großer Kraft
den Hintern ab, dass es weit klafft.
Und wirbelt ihn dann kreuz und quer
Stückweise durch die Luft umher.
Sodaß er erst mal suchen muß,
sein Kopf und Arme, Bein und Fuß.
Doch leider, was ihn sehr gequält,
stellte er fest, sein Hintern fehlt.
Drauf sprach der Häuptling Sitting Bull:
"Graf Dracula, das Maß ist full.
Das Fort ward von uns eingenommen,
viel Skalpe haben wir bekommen.
Doch es rückt General Sheridan
Schon mit 'ner ganz Armee heran.
Und will uns in die Pfanne hauen,
darum, wir müssen schleunigst schauen,
dass aus der Gegend wir verschwinden,
statt umständlich dein Arsch zu finden."
"Howgh", sprach der Vampir, "roter Bruder,
ich seh', du bist ein falsches Luder.
Es will der große Manitou,
dass jeder kneift sein Arschloch zu
wenn ihm die Stunde einst geschlagen
bevor er wird zu Grab getragen.
Wie soll ich das, ich frage nun,
denn einmal ohne Hintern tun?"
Drauf sprach der Häuptling Sitting Bull:
"Graf Dracula, das Maß ist full.
Das sag ich offen und ganz barsch:
Mein Stamm ist mehr wert als dein Arsch.
Mir fällt jedoch ein Ausweg ein,
ein Büffelhintern kann es sein.
Den kriegst du nächstens angenäht
Von Squaws, ich glaube, dass das geht.
Ich sage Uff, ich sage Hau,
und du sagst Ja, mach keine Schau."
Graf Dracula in Not und Pein
Willigte in den Vorschlag ein.
Worauf man ihn recht bald sodann
Mit einem Büffelarsch bewundern kann
Es war der Schwanz dran, zwanzig Zoll
Mit dem er auch noch wedeln soll.
Drauf sprach er: "Häuptling Sitting Bull,
ich sage dir, das Maß ist full.
Trennt ihr mir diesen Schwanz nicht ab
Verfluche ich euch bis ins Grab.
Viel Skalpe hab ich euch beschert
Eine Hilfe ist der andern wert."
Worauf mit einem Tomahawk-Beil
Man hackt den Schwanz vom Hinterteil.
Es war Dracula zuguterletzt,
nicht mehr ganz recht zusammengesetzt.
Fault auch ein wenig innerlich
Und kriegte einen grünen Stich.
Es haben die Sioux, was kaum bekannt,
zum Ehrenhäuptling ihn ernannt.
So war er dann ab diesem Jahr
Der Siouxhäuptling Dracula.
Seinen echten Hintern jedoch fand,
ein Trapper, Mountain Jack genannt.
Der hat sich, weil er ihm gefällt,
einen Tabaksbeutel davon hergestellt.
Worauf er durch des Hinterns Loch
Genußvoll an dem Tabak roch.
Von Dracula getrennt zerstöret nicht
Den Hintern mehr das Sonnenlicht.
Saugfried
der Drachentöter
Der Vampir Saugfried, ein Unhold
war auch ein großer Trunkenbold.
Bei Worms am Rhein, da haust ein Drachen
der machte wirklich schlimme Sachen,
so dass der Saugfried ist gekommen
und hat den Kerl sich vorgenommen.
Er trank sein Blut in einer Nacht
das hat den Drachen umgebracht.
Danach konnt Saugfried nur noch lallen
und ist bewußtlos umgefallen.
Lang schlief er seinen Blutrausch aus
und schnarcht und furzt dass es ein Graus.
Des Drachen Haushälterin, Jungfer Adelheid
konnte nun fliehn, was sie sehr freut.
Holte Hagen von Tronje her
der auch gleich kam mit seinem Speer.
"Ei", sprach er, "schaut, der Drachentöter -
ein Vampir ist der Schwerenöter.
Das wollen wir ihm abgewöhnen
er soll nicht mehr dem Blutrausch frönen."
Und er durchbohrte mit dem Spieß
den Saugfried, der sein Leben ließ
Dann stieß er noch ins Herz des Drachen
der sollt als Vampir nicht erwachen.
Empfahl sich dann mit seinem Speere,
und sprach: "Es war mir eine Ehre."
Wir lernen hier aus der Geschicht:
Sich so besaufen tut man nicht.
Die Wahrheit über Hagen von Tronje
Als Hagen nach Worms zurückgekommen
Der König ihn gleich vorgenommen,
und fragte nach dem Drachenschatz
den Hagen leider ließ am Platz.
Der König Gunter sprach: "Ohm Hagen,
Ihr seid ein Depp, das muß ich sagen.
Den Schatz, den habt Ihr liegenlassen,
das ist ja wirklich nicht zu fassen!
Sanieret wäre unsre Kasse
Wenn ihr gebracht des Schatzes Masse,
weil ihr das nicht getan, mein Gott,
sind leider weiter wir bankrott.
Jetzt hat den Schatz gekrallet sich
So hörte ich, Zwerg Alberich.
Man sollt Euch für soviel Dummheit schlagen,
aus meinen Augen, Tronjes Hagen!"
Drauf Hagen saß in seiner Kammer
Und schaute auf sein Schwert mit Jammer.
Sprach: "Undank ist der Welten Lohn,
so ist es halt, man kennt das schon."
So war er, dieser große Held,
zum Geld ihm das Verhältnis fehlt.
Hat später auch, wie alle wissen,
den Nibelungenhort in den Rhein geschmissen.
Er liegt bis heute auf dem Grund
Weil Hagen halt nicht rechnen kunnt.
Doch ward er so ein großer Held
Weil niemals er die Feinde zählt.
Er konnte zählen nur bis Drei,
drum blieb von Angst er völlig frei.
Er ist kein Kirchenlicht gewesen
Er konnt nicht Schreiben und nicht Lesen.
Man verarscht ihn oft, das war sehr schlimm
Drum wuchs in ihm schon früh der Grimm.
Sodass man ihn, was jeder kennt
heute den "Grimmen Hagen" nennt.
Doch damals, was nicht mehr bekannt
Da wurde er Hagen der Dumme genannt.
Die Kinder sangen: "Schrumm, schrumm, schrumm,
Hagen von Tronje, der ist dumm."
Um halb drei Uhr in später Nacht
Da hat der Karl sich heimgemacht
Mit reichlich Bier und Schnaps im Leib
Wankt er zu einem trauten Weib.
Auf dem Heimweg von der "Goldnen Linde" fällt ihm ein
Er schaut noch mal bei seiner Firma rein.
Ob dort alles in Ordnung ist
Weil eingebrochen wurde vor kurzer Frist.
So wankt er und er grölt und lallt
Durchs Tor von der Galvanisieranstalt
Und ist dort in der großen Hallen
In den Bottich mit der Salzsäure reingefallen.
Die Säure brennt, der Karl, der flennt
Und noch immer betrunken nach Hause rennt.
Dort lauerte auch schon sei Fraa
- Hessisch – die bitterböse Claudia.
"Steck du dein Suffkopp durch die Tür
mein lieber Freund, dann zeig's ich's dir!"
Sie wartet mit der Hausfrau Stolz,
dem runden schweren Nudelholz.
Und als der Karl hereingeschwankt
Trifft ihn der Schlag, so dass er wankt.
Dann gellt ein Schrei gleich durch die Nacht:
"Ei Kall***, was hast denn du gemacht?
Dess kommt von deiner Sauferei.
Jetzt liesche schon dei Knoche frei.
Den zeich ich an, den Lindewirt,
dass ihn die Polizei abführt!
Ei Kall, ei Kall, mein armer Kall,
du bist ein klinisch schwerer Fall!
Du kommst net mehr bei mir ins Bett –
Ei Karl, du bist ja e Skelett!"
Am nächsten Tag der Doktor sprach:
"Der Karl wohl in der Säure lag.
Kann nicht mehr essen Bier und Brot,
wir schreiben ihn am Besten tot.
Der Ordnung halber sollt man ihn begraben,
damit wir ihn von der Straße haben."
Drauf sprach der Knochenmann empört:
"Ich lebe, das ist unerhört.
Ich will mich nicht begraben lassen.
Es soll mich noch das Grab nicht fassen."
Drauf sprach die Frau: "Du hältst dein Mund
Wie du aussiehst ist nicht gesund.
Der Doktor als studierter Mann
Viel besser als du beurteilen kann
Ob du lebendig oder tot.
Und widersprich nicht, Sapperlot.
Wir legen dich jetzt in das Grab,
die Witwenrente ich dann hab.
Du wirst mit Blumen eingepflanzt
Dass du dich nicht beschweren kannst.
Ich gieß dich jeden zweiten Tag,
im Sommer täglich, wenn ich mag.
So wie du aussiehst müßt ich schämen
Dich mit mir auf die Straß zu nehmen.
So geht es nicht, das kann nicht sein
Du kommst jetzt in das Grab hinein.
Ich werde dich auch sehr beweinen
Dann nehm ich mir halt wieder einen
Der mir was taugt als Ehemann
Und mehr als du vertragen kann.
- Und wenn du aufmuckst, Knochen-Karl,
sperrn wir dich in den Hühnerstall."
Drauf seufzt der Karl: "Es muß wohl sein,
ich muß wohl in das Grab hinein.
Leb wohl, geliebte Claudia,
die zwei Zentner schwer und treu mir war."
Er legt sich hin, tat keinen Mucks,
und so man sargte ihn ein ihn flugs.
*** Karl wird auf Hessisch Kall ausgesprochen.
Der
Kampf um den Puffstern (SF-Kurzroman)
Guido von Beteigeuze, auch der Tentakelfürst genannt, weil er ein Gasatmer war und sechs Polypenarme mit Saugnäpfen unter seinem rosa von einer Bürste gekrönten Schuppenkopf hatte, schaute versonnen durch ein Hyperraumfenster in seinem Lichtschloß. Seine Gemahlin Agnostylla näherte sich auf ihren pneumatischen Rollen, die sie seit einem Reitunfall mit einem Raumspringer trug.
"Guido, ich verlange, dass du den Puffstern verkaufst", sagte die mit ihren dreihundert Jahren noch immer recht attraktive galaktische Fürstin. "Er bringt uns in Verruf. - Entscheide dich, Guido. - Der Puffstern oder ich."
Fürst Guido dachte an jene rote Sonne der G-Klasse am Rand der Galaxis, um die sich achtzehn Planeten drehten, mit ausgewählten Liebesdienerinnen aus der gesamten Galaxis.
"Ich wähle den Puffstern", sprach er sofort.
"Ha, dann wirst du in hohem Bogen hinaustransmittiert, Elender!" echote die Fürstin. "Vergiß nicht, dass du hier eingeheiratet hast, nachdem der Großteil der männlichen Bevölkerung der Galaktischen Föderation im Kampf gegen die Insektenrasse der Schwärmer fiel. Meine Mitgift, die halbe Galaxis, nehme ich mit. Und bist der Habenichts, der du vor unserer Ehe warst. - Überleg es dir gut."
Der Tentakelfürst seufzte, waren ihm doch die regelmäßigen Abstecher zum Puffstern zu einer liebgewordenen Gewohnheit geworden. Sie stellten zudem eine willkommene Abwechslung in dem tristen Alltag und eine Erholung von seinen anstrengenden Tätigkeit als Fürst Beteigeuze dar.
*****************
Mit flammenden Düsen stieß die "Hämorrhoid", das Prunkraumschiff des Tentakelfürsten Guido, in den Himmel über dem Planeten Artho. Außerhalb der Atmosphäre beschleunigte der Chefpilot, und bald hatte die "Hämorrhoid" die erforderliche Geschwindigkeit erreicht, um in den Hyperraum überzuwechseln. Computergesteuert sollte sie mit drei Hyperraumsprüngen das Rim am Rand der Galaxis erreichen, wo sich der Puffstern befand, den achtzehn Planeten umkreisten.
Doch da, in der grauen, unwirklichen Hyperraumdimension, wurde dem Tentakelfürsten ein blinder Passagier gemeldet.
Es war seine Tochter, die Prinzessin Leia Orgasma. Sie hatte vom Vater die leicht dickliche rosa Gestalt geerbt, neun Tentakel, und eine blonde Haarbürste, unter der ihre sechs Augen leuchteten.
"Ich will dich auf dieser Reise begleiten, Vater."
Wohl oder übel mußte der Tentakelfürst zustimmen. Beim Puffstern angelangt, steuerte er dessen Hauptplaneten an und landete dort am Raumhafen, wo er sofort mit seinem Gleiter zur Zentrale des dortigen Betriebs flog, um die Bücher zu prüfen.
Sie wurden gebracht - neunzehn völlig unbekleidete Schönheiten von allen möglichen zivilisierten und unzivilisierten Planeten mit etlichen Körperöffnungen und Spezialitäten. Sie wurden "Die Bücher" genannt und wechselten bei jedem Besuch des Fürsten - vom Rechnen verstand nichts.
Nach Einwurf mehrerer Energiepillen stürzte er sich wie ein Löwe auf seine Bücher - bald bildeten sie ein wirres, verschlungenes Knäuel.
"Ich werde euch nie verkaufen", röchelte der Fürst.
Da ertönten Detonationen. Raumschiffe erschienen über der Stadt sowie Kampfdroiden. Strahlen und Bomben hagelten hernieder. Ein Chaos brach aus.
Der verrufene Rimbaron Mopsus von Morph, eine intelligente und völlig skrupellose, machtgierige und intrigante Schleimbeule schickte sich an, den Puffstern mitsamt allen Planeten zu erobern. Brutal brachen seine Schergen jeden Widerstand.
Fürst Guido riß seine Glieder und Tentakel aus den Schönheiten, denen er sich widmete, sowie den Laserdegen aus der Scheide.
"Ein Beteigeuze hat noch nie dem Feind den Rücken gezeigt!" rief er den Kampfdroiden entgegen, die Strahlen auf ihn abfeuerten. "Bis zum letzten Atemzug werde ich kämpfen!"
Schon drangen die Droiden feuerspeiend in das halbzerstörte Gebäude ein.
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Prinzessin Leia Orgasma versuchte die Flucht, wurde jedoch mit ihrem Raumgleiter mit einem Traktorstrahl eingefangen. Gewaltige Orks, die insektoiden Elitetruppen des Rimbarons, brachten sie Mopsus von Morph.
"Du bist meine Geisel, und ich werde ein hohes Lösegeld für dich erpressen", blubberte er ihr entgegen. "Damit und mit den Einnahmen, die ich vom Puffstern habe, finanziere ich eine Kampfflotte wie die Galaxis noch keine gesehen hat. - Ich werde das Universum regieren!"
*************
Prinzessin Leia hatte einen Hyperfunknotruf abgestrahlt, bevor sie ergriff wurde. Diesen empfing der arme, aber redliche Raumprospektor Olifant Naujoks, ein Methanatmer, der mit Erzschürfen im All sein Geld verdiente. Er hatte Jura studiert, war jedoch von dem Bentlam-Syndikat, den intergalaktischen Händlern des üblen Rauschgifts, aus seiner vielvesprechenden Laufbahn gedrängt worden.
Zudem war er unsterblich in Prinzessin Leia Orgasma verliebt, wagte jedoch nicht, da er ein armer - aber redlicher - Raumprospektor war, sich ihr zu nähern.
Jetzt jedoch überprüfte er den Sitz und die Ladung seiner Strahlenpistolen. Er war zur Zeit am Asteroiden Prospero tätig, wo durch die besondere Strahlung einer blauen Sonne die in der ganzen Galaxis begehrten Heinzerlinge wuchsen, eine Delikatesse, abgesehen von dem ungenießbaren und ätzenden J-Typ.
Die Heinzerling-Ernte war sehr gefährlich - der Asteroid, eigentlich schon ein Planet, ohne Kontinente, mit Hyperraumhöhlen und furchtbaren Energiestürmen, einer abnormen Strahlung, Meteoritenhageln und Unwesen, war eine wahre Hölle.
Diese verließ Naujoks nun, einige Heinzerlinge im Laderaum, und jagte mit Hyperspace los, um dort seine unsterbliche Liebe Prinzessin Leia aus den Klauen des Rimbarons zu befreien. Schlappe zweihundert Lichtjahre hatte er zurückzulegen. Um das Puffstern-System lauerten die Abfangjäger des schleimigen Rimbarons.
Der arme - aber redliche - Prospektor war ganz allein.
"Olifant naht, verzage nicht!" sendete er eine telepathische Botschaft an die Prinzessin, wußte aber nicht, ob sie sie empfing.
**********************
Fürst Guidos Laserdegen blitzte. Mehrere Droiden wurden zerschlagen oder durchbohrt. Doch dann setzte ein Nadelstrahl den Energieschutzanzug des Tentakelfürsten, den er rasch aktiviert hatte, außer Betrieb. Das Aggregat schmolz. Fürst Guidos Tentakel erschlafften, als eine Gedankenwoge von ungeheurer Kraft ihn erwischte.
Dieser telepathischen Kraft hatte er nichts entgegenzusetzen. Es ist ein Askantier, war sein letzter Gedanke, ehe er ohnmächtig niedersank. Wie einen Sack in uralten Überlieferungen erwähnter terranischer Kartoffeln warfen in die Droiden in einen Gleiter und brachten ihn zu dem von einem Peripheriering umgebenen Kommandoraumschiff des Rimbarons.
Dort sah sich Fürst Guido, als er wieder zu sich kam, mit seiner Tochter Prinzessin Leia vereint. Vor ihnen blubberte Mopsus von Morph, umgeben von seiner Leibwache.
"Pestbeule aus den Abgründen zwischen den Galaxien!" dröhnte der Fürst. "Jetzt weiß ich, dass die äußere Erscheinungsform des Rimbarons Mopsus dir nur zur Tarnung dient. Du bist ein Askantier, einer jener aeonenalten, verworfenen Rasse, die schon immer nach der absoluten Macht im Universum gierte. Aber nimmermehr werde ich mich beugen und dir unterwerfen, Askantier."
"Das werden wir sehen", blubberte der Askantier. "Ich foltere jedes Molekül von dir einzeln mit meinen Strahlen, und deine Tochter, diePrinzessin, dazu. Schleimige Würmer wird sie gebären, die Brut des Rimbarons, dessen Körper ich übernommen habe, oder insektoiden Maden zum Fraß dienen. - Soll ich dir meinen richtigen Namen nennen?"
"Ja, Abschaum."
"So wisse, du siehst Grmxprxchchofl-dwarxxx-gof-thry-akkaleckmich-drfak-gfzx-brmpfl-wbhamu vor dir, den letzten Askantier."
"Grmxprxchchofl-dwarxx-gof-thry-akkaleckmich-drfak-gfz-mpfl-wbhamu?" fragte der Fürst.
"Nein, du Idiot: Grmxprxchchofl-dwarxxx-gof-thry-akkaleckmich-drfak-gfzx-brmpfl.-wbhamu. - Wage es nicht, meinen Namen zu verunglimpfen."
"Ich werde dich Akkaleckmich nennen", sprach unerschrocken der Fürst.
"Wenn es sein muß. Sonst kommen wir nie weiter. Deiner beschränkten Intelligenz ist es nicht möglich, dir meinen Namen zu merken, Guido von Beteigeuze, du niedrigstehender Tentakel. Als deine Vorfahren noch als Angelwürmer dienten, hatten die meinen schon eine hochtechnisierte Zivilisation entwickelt und kannten den Überlichtantrieb.
"Auch sie sind Tunichtgute gewesen. Der gerechten Sache der Beteigeuzes widerstehst du nicht. In den Abgrund wirst du zurückgeworfen, aus dem deine Vorfahren kamen, Askantier - oder desintegriert und zerstrahlt, bis auf das letzte Atom vernichtet und noch dieses wird kerngespalten! Dafür sorge ich persönlich."
"Hahaha", tönte es aus dem Übersetzer.
In diesem Moment materialisierte ein zerbeultes Raumschiff zwischen einem äußeren Ringsegment und dem Zentrum des askantischen Kommandoraumers, der er ja war. Millionen Jahre waren vergangen, seit die furchtbaren amorphen Askantier zuletzt gegen die Zivilisation angetreten waren, die damals noch die Terraner anführten, Menschen genannt. Lange schon waren diese eine Legende. Doch ihre Nachkommen und ihr Geist lebten.
Olifant Naujoks war einer von ihnen, auch wenn er inzwischen Methan atmete, grünschuppig war und einen Zackenkamm auf dem Kopf trug. Er war den Abfangjägern entgangen, hatte genau berechnet, wo er rematerialisieren mußte und statt eines langen einen extrem kurzen Hyperraumsprung angetreten.
Nun krachte sein alter Erzfrachter in den gewaltigen Kugelraumer der Feinde der Zivilisation. Der arme- aber redliche - Prospektor erwies sich als Kämpfer härtester Sorte. Er hatte das schier Unmögliche fertiggebracht, innerhalb des mehrphasigen Schutzschirms zu rematerialisieren.
Die Ladeluken des Erzfrachters platzten förmlich auf. Doch schon standen schwere Desintegratorkanonen und Kampfeinheiten bereit, Kampfroboter und Orks. Bis ins letzte Segment, an die letzte Schuppe und Hornklaue bewaffnet.
Olifant Naujoks zeigte sich nun, in jeder Hand eine Strahlenpistole.
Das Hologramm des Askaniers Akkaleckmich stellte sich ihm gegenüber.
"Du bist verloren!" tönte es in der Lingua Galactica.
"Ha!" hohnlachte da der arme - aber redliche - galaktische Heldensprospektor. "Ich habe eine Geheimhwaffe!"
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Die Kampfboboter zuckten nicht mit der Wimper, was sie auch gar nicht konnten, und brachten ihre Desintegratoren in Anschlag. Olifant Naujoks betätigte einen Impulssender. Im selben Moment implodierten die auf dem Asteroid-Planeten Prospero gesammelten halborganischen Heinzerlinge, eine besondere Delikatesse, und spuckten energetische Keime ins von einem Peripheriring umgeben Kommandoraumschiff des schleimbeuligen Askantiers, dessen Hologramm verzuckte.
Die Energiekeime ließen sämtliche Schaltungen ausfallen. Steuerlos trieb der Riesenraumer im Weltall in der Nähe des Puffsterns. Olifant Naujoks zerstrahlte ein paar Orks von der Leibgarde des Askantiers, die als einzige, wie dieser selbst, den Strahlen widerstanden und übers ganz Gesicht.
Sein Plan war gelungen. In der Kommandozentrale fand er Fürst Guido und seine Tochter Prinzessin Leia Orgasma, die ihre Fesseln abstreiften.
"Ha, mein Erretter!" rief die tentakelige Prinzessin und umschlang den wackeren Olifant mit sämtlichen Extremitäten.
Doch da flimmerte ein Lichtpunktnebel aus dem Transmitter, der sich zu einem wahren Monstrum manifestierte - wie aus Asteroidengestein, mit Warzen und Beulen und acht Armen sowie einem kantigen Schädel und etlichen Antennen und einem Gürtel.
"Grmxprxchchofl-dwarxxx-gof-thry-akkaleckmich-drfak-gfzx-brmpfl-wbhamu, der letzte Askantier, wird euch vernichten!" dröhnte es von dem Ungeheuer.
Eine Bewegung, die Umgebung verschwamm. Das Raumschiff befand sich im Hyperraum.
"Hier, in dieser Dimension, wird der Entscheidungskampf stattfinden", dröhnte es aus dem Übersetzer. " Grmxprxchchofl..."
"Wir haben deinen Namen jetzt oft genug gehört, Schleimling!" rief die Prinzessin und hielt sich die Ohren zu.
Olifant Naujoks warf Fürst Guido einen Laserdegen zu,den er mitgebracht hat.
"Für Beteigeuze und unsere sämtlichen Aktien, Liegenschaften und Wertpapiere!" rief Fürst Guido und stürzte sich auf das Ungeheuer.
Ein Schlag mit einem gewaltigen Steinarm schmetterte ihn gegen die Wand. Rotglühende Blitze zuckten von dem Askantier und erzeugten eine Sphäre, in der er allein Olifant gegenüberstand. Ein schrecklicher Kampf begann. Er dauerte anderthalb Millionen Jahre - im Hyperraum altert ein lebender Organismus nicht. Keiner der beiden Gegner wollte aufgeben. Sie boten ihre Kernenergien auf, um nicht zu ermüden.
"So eine Scheiße", sagte Prinzessin Leia gelangweilt. "Das ist nicht zum Aushalten. Ewig und ewig das blöde Gemenge. Jetzt stürzt Olifant wieder vor - kriegt eins auf die Nuß - rappelt sich auf - tritt Akkaleckmich - der krümmt sich - und nun - alles schon Milliarden Male gesehen."
Entschlossen griff sie nun ein, stieß Olifant zur Seite und brachte es innerhalb von fünf Minuten - Terrastandardzeit - fertig, den Askantier in eine Schleimpfütze zu verwandeln, die in den nächsten Milliarden Jahren zu keiner höheren Lebensform mehr aufsteigen würde.
"So", sagte nun die Prinzessin. "Das wäre geschafft. Jetzt können wir in den Normalraum zurückkehren, in unsere Galaxis."
"Leia!" rief Olifant. "Ich liebe dich. Auch wenn ich nur ein armer - aber redlicher - Raumprospektor und Held der Galaxis bin, halte ich nun um deine Hand an."
"Ich habe Tentakel. Von mir aus. Wir werden heiraten, eine Million Kinder in die Welt setzen - genkompatibel sind wir, schätze ich - und wenn Daddy mal abkratzt wirst du Fürst Beteigeuze."
"Eine Million - Kinder?"
"Klar. Zwei werden gezeugt, ein Junge und ein Mädchen, in einer künstlichen Gebärmaschine gehalten und dann zur Welt gebracht und jedes fünfhunderttausendmal geklont, was denn sonst? Das Haus Beteigeuze muß seine Stellung festigen. - Vater, was sagst du?"
"Nimm ihn", sprach der Tentakelfürst. "Ihr habt meinen Segen. Doch was ist mit dem Puffstern?"
"Er ist", sprach Olifant, "durch Megabomben im Weltall verpufft worden. Das war die Rache des Akkaleckmich, ich habe es gespürt, ehe wir in den Hyperraum versetzt worden."
Fürst Guidos Miene vereiste, und dicke Tränen rollten ihm aus den Augen.
"Mein Puffstern verpufft - mit achzehn Planeten, die die erlesensten Liebesdienerinnen des Universums beherbergten. Ein schwerer Verlust. - Die letzte Untat des Unholdes aus dem Abgrund zwischen den Galaxien - Grmz... ach, man soll seinen Namen bei mir nicht mehr erwähnen. - Kinder, ich bin sehr gerührt. Gebt euch Klauenhand und Tentakel. - Küßt euch! Nein, kein Geschlechtsverkehr vor meinen Augen! - Küssen habe ich gesagt, küssen!"
******* E n d e **********
Unter Kannibalen
Der Kannibale Kaliban
Entwickelt einen Vegetarierwahn
Seit er aß von einem Missionar
Der salmonellenverseucht und noch nicht gar.
Drei Tage hat, das sollt ihr wissen
Der Kaliban gekotzt, geschissen
hat so den Magen sich verdorben
dass er dran wäre fast gestorben
So dass er sich 'nen Ekel holt
Und niemals Fleisch mehr essen wollt.
Er wollt sich kerngesund ernähren
Und nur noch Gemüs und Obst verzehren.
Als dieses er dem Stamm gepredigt
Hat das Problem sich schnell erledigt
Der Häuptling Pongo wütend brommt:
"Gegessen wird, was aus dem Kochtopf kommt.
Alter Brauch darf nicht verwesen,
bei Kannibal' wird Menschenfleisch gegessen.
Was wären wir für Kannibalen
wenn wir noch Obst und Rote Rüben wahlen?
Und siehst du das nicht ein, du Tropf,
dann kommst du selber in den Topf."
Und sofort schwang er seine Keule
Haut Kaliban 'ne große Beule.
Als dieser wieder zu sich kam
Er nachdacht und Verstand annahm
Überlegt sich's und aß bald mit Appetit
vom Menschenfleisch dann wieder mit.
Nur Missionarsfleisch aß er niemals mehr
Der Ekel blieb, quält gar zu sehr.
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