Der Fluch der Karibik

"An der Beute
keine Freude 
- kein Rum, kein Braten und kein Fick
- das ist der Fluch der Karibik."

Auf dem Geisterschiff hoch in den Wanten
hockt Bootsmann Tom mit seinem Riesen-Knochenquanten
der wie der Rest der Mannschaft zum Skelett geworden
weil übertrieben sie das Morden

und es traf sie hart ein Fluch
welcher sie entsetzlich schlug.
Die leeren Augenhöhlen glotzen blöd
das Geisterpiratendasein ist recht öd

und die Skelette kommen vor sich dumm
wenn sie so segeln auf dem Meer herum.
Was nutzt denn die Piraterei
wenn kein Spaß mehr ist dabei ?

Der Bootsmann denkt: "Es ist alles Mist
wenn man so als Pirat ein Skelett bloß ist
und nicht mehr saufen, fressen, bumsen kann
das frustet jeden Knochenmann.

Ich sag' es, jeder soll es wissen:
Wir sind vom Fluche angeschissen."
Und der Geisterschiff-Piratenchor
zum bleichen Vollmond klingt empor:

"An der Beute
keine Freude
- kein Rum, kein Braten und kein Fick
- uns traf der Fluch der Karibik.

Ach, lägen wir am Meeresgrund,
ach, schwieg für immer unser Mund,
wir sind schon lang die Faxen dick:
Kein Rum, kein Braten und kein Fick."

Und wenn du die Piraten siehst
mit deinem Schiff vor ihnen fliehst,
hab' Mitleid, merke dir das eine:
Das sind grad alles arme Schweine.

Black Love

In Montana, in den Bergen, 
steht ein Haus am Waldesrand
wo ich lebe, froh und glücklich, 
Platz für meine Liebe fand.
In der Berge Einsamkeit
Bin ich mit Verna nur zu zweit.

Eines Tages klopft’ es an der Tür,
stand der Sheriff wohl vor mir
der ein alter Jugendfreund
und es gut mit mir gemeint.
Sprach: „Charlie, ich muß Verna sehn,
Gerüchte über sie umgehn.

Sie verläßt nur bei Nacht das Haus
Geht niemals ins Sonnenlicht hinaus.
Es sind Menschen auch verschwunden
Blutleer hat man paar gefunden.
Ich hörte, riesig eine Fledermaus,
flog hinweg von diesem Haus.“

„Dummes Geschwätz“, erwiderte ich,
„Verna zog zu eine Krankheit sich.
Das Tageslicht verträgt sie nicht mehr,
Lichtaphasie heißt das, sie leidet sehr.
Auch ihre Psyche veränderte sich,
weshalb weg aus der Stadt mit ihr zog ich.

Meinen Job als Professor am College habe ich aufgegeben,
will mit Verna hier in der Einsamkeit leben.
Sie hat etwas Geld, ich bekomm’ eine Pension,
zum Leben reicht es, zurecht kommen wir schon.“
„Darum geht’s nicht“, sprach mein alter Freund, der Sheriff Bill,
„Verna auf der Stelle ich sehen will.“

Wir redeten, ich bot einen Whisky ihm an,
den Sheriff das alles nicht ablenken kann.
Schließlich, weil er drängte und locker nicht ließ
Führt’ ich ihn in den Keller, ins dunkle Verlies.
„Mein Gott!“, stöhnte er, als er Verna sah,
die schlafend lag in dem mit rotem Samt ausgelegten Sarge da.

Bildschön und entspannt war ihr Gesicht,
das bißchen Blut an ihrem Mundwinkel störte nicht.
Bill öffnete vorsichtig ihre Lippen,
mit dem Finger sah ich ihn auf ihre spitzen Eckzähne tippen.
„Sie ist ein Vampir“, sprach der Sheriff, „und du bist ihr verfallen.
Ich pfähle sie, dann ist sie erlöst, und es geht besser uns allen.“

Einen spitzen Pflock er gleich aus der Tasche zog,
den Arm zum Schlag mit dem Coltgriff er rückwärts bog.
In dem Moment ging am Horizont die Sonne unter,
die Wirkung spürte ich bis in den Keller hinunter.
Ich stürzte mich auf ihn, ein Gebrüll und ein Schrei,
krachende Knochen, spritzendes Blut, und mit Bill war’s vorbei.

Verna stieg aus dem Sarg, in die Arme mich nahm,
und sprach: „Ein Glück, Charlie, dass bei Vollmond er kam.“
So leben wir weiter, glücklich in der Berge Einsamkeit,
die Vampirin und ich, der Werwolf, in Liebe zu zweit.
Ein Vampir biß Verna, den Keim der Lykanthropie holte ich mir,
damit wir vereint, und ich kann bleiben bei ihr.

Es brennt voller Liebe das Schwarze Blut,
mit dem Blutdurst der Vampirin und des Werwolfes Wut.
Und kommst du in unsere Berge, zu dem einsamen Haus,
nährst du unsere Liebe, kommst nicht lebend hinaus.
Verdammte sind wir, von uns man als Bestien spricht,
doch uns und unsere Liebe trennt niemand niemals nicht.

Der Höllenfurz

Den Höllenfurz Camubius
man jederzeit sehr fürchten muß.
Mal laut, mal leise breitet er sich aus
und stinkt gar furchtbar, welch ein Graus.
Der je ihn riecht stirbt schlimmen Tod
oder Wahnsinn ihm und Siechtum droht.

Drum hüte dich vorm Furz der Hölle
den Luzifer mal selber ließ so auf die Schnelle
und der seitdem durch alle Dimensionen schwirrt
und gnadenlos nach Leben giert.
Durch Schlüssellöcher, Ritzen dringt er ein
und bringt euch Not, Tod, Qual und Pein.

Sogar den Geisterjäger Dämonenpfähler-Valentin
raffte der Furz der Hölle hin.
Und selbst der Vampir Dracula
ward grün, als er ihm ausgeliefert war.
Ja, furchtbar wütet dieser Furz
und jeder Widerstand, der war ihm schnurz.

Bis dass der Dämon Belial
viel Knoblauch fraß in großer Zahl
und als der Höllenfurz ihn reizt
Belial seine Beine spreizt
und grollt: "Oh Höllenfurz, du Seuche,
ich bin der Stärkere, entfleuche!"

Der Höllenfurz wollte nicht fliehn
da ließ Belial einen ziehn
von dessen furchtbarem Gestank
sogar der Höllenfurz ward krank
so dass er nicht mehr stinken konnt
und sich sein Dasein nicht mehr lohnt.

Es schwand dahin der Höllenpups,
war fortan nur noch ein normaler Rülpser - ups.

Die Werwolfbraut

Zerrissene Kehle, geronnenes Blut,
zerbrochene Knochen, von des Werwolfes Wut,
unterm bleichen Vollmond Geheul in der Nacht
der haarige Jäger hat umgebracht.
Ich hab’ ihn geliebt, 
der mein Traummann war
Nie geglaubt, dass es das gibt, 
bis ich selber es sah

Als er taumelte zu mir in die Kammer
Brechende Augen, ein Jammer,
Mit der Silberkugel im Leib
und er röchelte: „Weib, 
das du mich liebtest, 
ich kam dagegen nicht an,
sterben muß ich, betrübt es,
denk nicht zu schlecht von dem verlorenen Mann.

Dich, Liebste, fiel ich nicht an, 
nicht im Blutrausch und Wahn
der Lykanthropie
niemals, nie.
Und eh mich verschlingt
Der Hölle Schlund
Das Silber den Tod mir bringt
Laß mich küssen noch einmal deinen kirschroten Mund.“

Gestorben, verdorben,
der als Mensch um mich gewobnen
und zugleich war ein dämonisches Tier.
lag tot er vor mir.
Es sind Monde vorbei
Und er modert im Grab
Und Kindergeschrei
In der Nacht ich hab’.

Wenn der Vollmond gestiegen
Es liegt in der Wiegen
Des Werwolfes Sohn
Und sehe ich schon
Den schwärzlichen Flaum
An dem zarten Kind
Glühende Augen, und es heult im Traum
Wenn die Verwandlung beginnt.

Ich ging mit ihm fort
An den fremden Ort
Ich beschützte mein Kind
Dass kein Jäger es find.
Mein Wölfchen, mein Wölfchen, mein liebes Kind,
wo eilst du hin in der Nacht
so geschwind wie der Wind?
Und wen hast du umgebracht

Wenn du wiederkehrst eh der Morgen graut
In das Haus deiner Mutter, der Werwolfbraut?
"Was hast du getan,
was starren die glühenden Augen mich an?
Geboren, verloren, 
hast du doch nur mich
du bist zum Töten erkoren
doch laß ich nicht dich im Stich."

Auch Goethe hat einmal klein angefangen.

"Mama, ich muß auf den Topf
sagt dein blonder Wolfischopf.
Mama, Mama, eile schnell,
jetzt ist es zu spät schon, gell."

Draculas Background

Ich bin einer von jener blutigen Schar
Die verflucht schon der Schoß ihrer Mutter gebar.
Das Grauen zu bringen bin ich auserkoren
Gebt Liebe, Licht, Glaube, Hoffnung verloren.
Doch nicht nur der Pflock rührt das vampirische Herz
Auch es kennt die Verzweiflung, die Angst und den Schmerz.

Den Wunsch auch, ein anderes Dasein zu führen
Und Liebe und Hoffnung und Glaube zu spüren.
Sich einmal zu tummeln im Sonnenlicht
Sich zu erbarmen, doch kann es das nicht.
Ruhelos, rastlos, des Teufels Schar
Deren Vater der Mord, die Mutter Terror und Blutgier war.

Die sich tummeln im kalten Mondeslicht
Deren Wut und Grausamkeit erst mit dem Tode erlischt
Asche zu Asche und Staub zu Staub
Nach soviel Jahrhunderten Gier und Raub.
Des Tages die Starre, des Nachts Unrast und Gier
Bis dass einst die Hölle verschlingt den Vampir.

Das Leben gefunden, das Leben verlorn,
gestorben, zu Asche und wiedergeborn
und im kalten Herzen die Sehnsucht brennt
dass man mich einmal nicht mehr Dämon und Höllenknecht nennt.
Und dass ich erlöst bin von Mord und von Gier
Und Kämpfer der Weißen Magie als Vampir.

Zu streiten für das Gute und die Gerechtigkeit
Bis an das Ende von aller Zeit.

Der Herr der Ringe
(Kinostart Dez. 03)

Er war der Herr der Ringe
und drehte manches Ding,
bis dann kamen die Halblinge
weshalb es schief wohl ging.

Da ließ der böse Sauron wissen:
"Es war ein Satz mit X,
mein Arsch ward aufgerissen,
mit der Herrschaft über Mittelerde ist es nix."

Der letzte Samurai
(Kinostart 6. 1. 04)

Es war der große Samurai
beim Kämpfen stets stark mit dabei
ein Meister mit der Naginata (Schwertlanze) und dem Schwert
als Zen-Bogenschütze sehr verehrt

traf er über eine halbe Meile in stockfinstrer Nacht
den feindlichen Shogun als der auf dem Abtritt sein Geschäft grad macht
am nächsten Tag sein Heer nicht führt
und dies dann bald kapituliert.

Dies war nur eine Heldentat
die dieser Samurai geleistet hat.
Er kämpfte stets mit großer Wut
haut Köpfe, Arme, Beine ab voll Blut.

Und mit dem Wurfsterne von fern
traf er den Feind ins Auge gern.
Da sprach er dann in guter Ruh:
"Auch ein Samurai drückt mal ein Auge zu."

Jedoch sein stärkstes Waffenpaar
sein Schweißfuß und sein schlechter Atem war.
Wen er bloß einmal angehaucht
hat Bahre oder Sarg gebraucht.

Und zog die Fußlappen er aus
floh selbst der größte Held voll Graus.
Deshalb, bei Frauen unbeliebt
er in Enthaltsamkeit sich übt.

Hideyoshi Togakawa, unser Held,
schlief abseits stets allein in seinem Zelt.
Und als sein Leben dann vorbei
starb er als seiner Sippe letzter Samurai.

Groß war sein Ruf, groß war sein Ruhm,
und riesig war sein Heldentum.
Der Tenno, als er einmal ihn empfangen
trug auf der Nase eine Klemmespangen.

Der Ritter Klopp von Klopperling

Der Ritter Klopp von Klopperling
Der gerne trank und Streit anfing
War umständehalber meist knapp mit barem Geld
Weshalb ihm das Raubrittertum gefällt.

In Nürnberg wollte man ihn hängen,
doch ließ er sich nicht dazu drängen
und sprach: „Es baumelt erst, wenn man ihn fing
der Ritter Klopp von Klopperling.“

Da nicht gekommen diese Frist
Ward er am Galgen halt vermißt.
Nachdems der Kaiser ihm verboten
Und noch andere ihm mit Fehde drohten

Suchte sich andre Einnahmquellen
Und ließ sich als Drachentöter anstellen.
Einen Drachen gab’s in Niederland
Als Bestie und Jungfrauenfresser bekannt

Und herrschte dorten großer Frust
Weil man dem Drach alle Quartal eine Jungfrau opfern mußt.
Der Ritter Klopp von Klopperling
Ein Ende macht mit diesem schändlich Ding.

Doch weil der Drache stark und groß
Ging er lieber auf die Jungfraun los
Entjungferte alle sie, sodann
Man sie als Drachenopfer nicht mehr brauchen kann. 

Der Drache drauf in seinem Zorn
Fackelte mit Feueratem ab Stadt, Dorf und Korn.
Da sprach der Ritter Klopperling:
„Das juckt mich nicht, ist nicht mein Ding.

Den Jungfrauenopfern habe ich ein End gesetzt
Und will meine Bezahlung jetzt.“
Doch hat er niemand überzeugen können
Und mußte vor dem Drachen und den Niederländern um sein Leben rennen.

„Ja, Undank ist der Welten Lohn“,
der Ritter sprach, das kennt man schon.
„Selbstlos hab’ ich mich eingesetzt
und werde dafür beschimpfet und verfolget jetzt.“

Dann zog er hin zu des Kaisers Turnier
Trank vor der Eröffnung mit den Konkurrenten wie ein Stier
Und zeigte sich am nächsten Tag
Dass er allein sich auf dem Pferde halten mag.

Doch leider entzog man ihm den Siegespreis
Weil er sich nicht zu benehmen weiß
Und auf dem Turnierplatz schmutz’ge Lieder grölt
Im Sattel schwankt, die Kaiserin anbaggern wöllt

Als Nachwirkungen von der Zecherei
Wovon sein Kopf noch nicht war frei.
In eine Zelle eingesperrt
Der Ritter später den Turnierlärm hört.

Der Ritter sprach: „Ein Satz mit X,
mit dem Turnierpreis, das war nix.“
Und wieder frei, ritt er verärgert fort
Von diesem ungastlichen Ort.

Ein Kreuzzug kam ihm grade recht
Weil er Deutschland verlassen möcht’
Und dachte, dass im Sarazenenland
Schon mancher sehr viel Beute fand.

Doch kam er leider nur bis Padua
Weil er in jeder Kneip’ zu Gaste war
Und letztendlich verzechte Rüstung, Schwert und Roß
Es blieb ein altes Hemd ihm bloß.

„Ein Kreuzzug“, sprach der Ritter da,
„ist auch nicht mehr das, was er mal war.
Die Wirte, diese Halsabschneider,
geben keinen Kreuzfahrerkredit mehr, leider.

Unter diesen Umständen, bei soviel Geiz und Tück’
Tret’ von dem Kreuzzug ich zurück.“
So kehrte um er ohne Lieder
Sieh da, die Heimat hat ihn wieder!

Noch manches trieb der wackre Held
Von dem die Legende uns erzählt
Vom Ritter Klopp von Klopperling
Der gerne trank und Streit anfing.

Kreuzfahrer, Turniersieger, Drachentöter und ein Held
Wie selten sah ihn diese Welt
Blieb immer seinem Wahlspruch treu:
Geil, versoffen, arbeitsscheu.

Der fromme Korsar

Aus dem Kloster als Novize entlaufen war
Klaus-Dieter Pastor, genannt der fromme Korsar.
Er betete den ganzen Tag
Auch wenn sein Schiff vor Anker lag
Und erbat sich stets des Himmels Segen
Bevor er zog Pistol und Degen.

Und griff er ein Kaperschiff an
Segnet er vorher alle seine Mann
Und sprach: "Es ist ein Sünderleben
Das wir beim Feind beenden eben.
Wir schicken ihn ins Paradies
Dort wartet auf ihn Jesum Süß.

- Vom schnöden Mammon wir erlösen
wen wir beraubt, von allem Bösen
befreien wir die, die wir töten
und auch von Krankheit, Sorg und Nöten.
- Ein Weib, das unser Zeitvertreib
lehren wir zu verachten ihren Leib.

Ein Kind, das wir im Meer ertränken
Kann nicht erwachsen Böses denken.
So sind wir Bekehrer, Missionare,
und dieses ist das einzig Wahre.
So rotten wir die Sünde aus
Auch wenn's geschieht mit Mord und Graus.

- Halleluja, ihr frommen Leute,
auf, betet, jubelt, es gibt Beute!"
So trieb er es, der fromme Korsar,
der der Schrecken aller Meere war.
Im Mastkorb hat er ein Weihrauchfaß
Wer es räuchern sah ward schreckensblaß.

Doch als der fromme Korsar einmal am Strande schwamm
Ein großer weißer Hai ankam.
"Errette mich, Herr!", rief der fromme Korsar,
"vor der heidnischen unchristlichen Bestie fürwahr!"
Der Haifisch öffnet seinen Schlund
Und sprach: "Auch ich bin fromm zu jeder Stund,

und danke dem Herrn Jesus Christ
wenn eine Mahlzeit mir bescheret ist."
Der Haifisch war ein Strafgericht
Der fromme Korsar überlebt es nicht.
Als er gefressen ward im letzten Moment wurde ihm klar
Dass er auf dem Ozean nicht der einzige Fromme war.

Tarzan in der Klemme

Tarzan schwingt sich von Ast zu Ast
Bis ihn ein Ast am Hintern faßt.
Da hängt er dann an seinem Schurz
Der aus Leopardenfell ist und recht kurz.

Laut ruft er: "Hilfe, Hilfe, Jane!
Hilf mir, sonst ist's um mich geschehn.
- Hol mich runter, sonst fall ich, dann macht's Platsch,
und ich bin nur noch Tarzanmatsch!"

Der Sternenvogt

Der Sternenvogt Hamunzius
tobt wild vor Zorn und im Verdruß.
"Die Scheißkanaken von Antares
bezahlen mir kein' Steuern Bares
drum straf ich sie mit Mord und Brand,
Plünderung, dass sie kommen zum Verstand

dazu mit Vergewaltigung
und diese dergestaltigung
dass nie die mehr sollen sich erheben
die grad noch lasse ich am Leben."
Doch als die Flotte ausgesendet
der Admiral an den Vogt sich wendet

und fragt, was er sich denn gedacht,
als die Vergewaltigung er hätt' in den Befehl gebracht
weil potthäßlich wären die Antaresweiber
und übel stänken ihre Leiber.
Der Admiral letztendlich spricht:
"Die vergewaltigen wir nicht."

Und wieder tobt der Sternenvogt
die Brust ihm vor Empörung wogt.
Er brüllt: "Des Sternenvogtes Wort
war Plünderung, Vergewaltigung, Brand und Mord!
Und auch wenn alles untergeht,
mein Wort, das bleibt, Befehl besteht!

Wer ihn verweigert, sollt ihr wissen,
wird im Reaktor enden müssen."
Worauf die Raumflotte geschlossen desertiert
der Sternenvogt ist angeschmiert
und klagt: "Das war ein Satz mit X
- Aktion Antares wird jetzt nix.

Dabei gehört nach altem Söldnerbrauch
zum Krieg Plünderung und Vergewalt'gung auch.
Wie soll mit solchen Weicheiern und Flaschen
ich die Herrschaft der Galaxis haschen?"
Und brummend zog er sich zürck
da traf ihn weit'res Mißgeschick

weil eine Gesandschaft von Antares-Frauen
ankam und auf sein Wort wollt bauen.
"Was bist du für ein Sternenvogt
der um den Angriff uns betrogt?
Wir freuten uns, dass stramme Soldaten kommen
die ordentlich uns rangenommen

weil unsre Männer, welches Leid,
nur alle zehn Jahre sind zum Sex bereit.
- Jetzt, Sternenvogt, erfüll dein Wort
von Vergewaltigung, Plünderung, Brand und Mord.
Auf die letzten drei kann frau verzichten,
das erste sollst du gleich verrichten

mit gutem Beispiel geh voran,
zeig, Sternenvogt, dass du ein Mann!"
Laut schreiend floh der Sternenvogt
als sich die Antarerinnen ausgezogt
bestürmten ihn in wilder Gier
da rannt er rasend aus der Tür

sein Raumschiff rast' in den Orbit
seine Rangabzeichen nahm er nicht mehr mit.
"Wenn dieser Rang solches verlangt,
hab' ich ab sofort abgedankt."
Und so kam die Galaktisch Wende -
der Sternenvögte Sturz und Ende.

Neues vom Sternenvogt

Es regt sich auf der Sternenvogt
Weil ihn die Gattin hat betrogt
Die sich vor andern ausgezogt
Mit diesen den Geschlechtsakt pflogt.

„Du Lotterweib, das übel logt
noch heut wirst du hinausgeflogt,
und gleich auf Scheidung wird geklogt
das hast du dir nun eingebrogt

weil du meine Ehre in den Schmutz gezogt.“
Bald darauf, grün und blau geschlogt
Die Vögtin warf hinaus der Vogt
Wonach sie keinen Solar krogt

Weil wütend und geizig war der Sternenvogt.
Die Vögtin jammert und sie klogt
Doch harten Herzens blieb der Vogt
Er hat sie halt nicht mehr gemogt. 

Der Terminator des Sternenvogts 
oder
Das Geheimnis der Sternenvögte


Der Sternenvogt Abrontius
meint, dass sich in der Galaxis was ändern muß.
Es sind viel Feinde zu besiegen
Kugelsternhaufen viereckig zu biegen
und das mit dem Raum-Zeit-Kontinuum
das ist dem Vogte auch zu zu dumm.

Im Sachsenland der Landkreis Plauen
ist viel leichter zu überschauen. 
Drum soll der Terminator TX 3
das Universum so verändern, dass es auch so sei.
Testmäßig läuft das so, dass eine Frist
Plauen des Universums Zentrum ist.

Und der Vogt regiert von dort mit Rat und Tat
und nennt sich dann Sternenlandrat.
Mechanisch fragt der Terminator nun:
"Mein - Vogt - wa-rum - soll - ich - denn - die-ses tun?"
Da spricht der Vogt: "Schluß mit die Faxen,
mir Sternenveechte gomm'n aus Sachsen

und noch dem gosmischen Gewiehl
do brauche isch mein Heimgefiehl.
Drum, Derminäter, feste druff,
dos Sachsenland, es stähe uff,
und wenn sich die Geschicht rentiert
wird Dräsden als gosmisch Hauptstadt eingefiert.

Denn ei fordibscht, dos ist der Sternenveechte großer Plan
dass die Gesamtgolaxis Sächsisch schprechen gann.
Es läbe hoch das Sachsenland
wo man die Weltraumfahrt erfand.
Wer's nicht gloobt, kriecht eins uff die Bemme
von der Sternenveechte transgalaxisch Stämme!"

Galakto-faschistoid

„Am anderen Ende der Galaxis findet eine Käferschwemme statt,
Star-Troopers, macht die Krabbler platt!
Damit die Menschheit im Universum dirigiert
Im guten alten Kriegsgeist über alle Feinde triumphiert.

Wir sind die Krone von der Schöpfung
Was uns berechtigt zu des Universums Schröpfung.
Und der, der dieser These widerspricht
Verrät die Menschheit und verweigert seine Pflicht.

Wenn das Alienblut durch die Gegend spritzt
Der guten und gerechten Sache dieses nützt.
Und wenn gebracht sind alle Feinde um
Herrscht Pax Terra im Universum.

Tausend Jahre sind beschieden
Dann der Menschheit wohl in Frieden
Und wir haben dann sogleich
Ein galaktisch Viertes Reich.“

Wilhelm Tell

Der Schweizer Nationalheld Wilhelm Tell
Der kam beim Sex stets viel zu schnell.
„Durch diese hohle Gasse muß er kommen!“,
so manche schöne Eidgenössin spricht,
doch kaum hat sie ihn in sich aufgenommen,
war’s schon vorbei, und das gefiel den Damen nicht.

„Ach Tell, ach Tell, ach lieber Tell,
ein Stoß war’s bloß, du kommst zu schnell!”
Drauf Tell: „In Uri, Schwyz und Unterwalden,
tue ich dies nach meinem Sinn.
Ich hab’s schon immer so gehalten
Und mehr ist absolut nicht drin.

Das sage ich: Ein Held wie ich
Erledigt alles mit EINEM einzigen Hieb, Stoß oder Stich!“ 

Archimedes

"Ich bin der weise Archimedes,
wenn ich gehe, dann per pedes.
Mein Arsch ist hinten, mein Schwanz ist vorn
und wenn er steif ist, mit diesem Horn

als Hebel heb ich aus den Angeln die Welt.
Dafür habe ich einen mathematischen Lehrsatz aufgestellt.
Das Glied des Euklid
kommt dabei nicht mit.

Und auch der alt Pythagoras
wird gegen mich vor Neid ganz blaß.
Ja, ich, Archimedes, bin der größte Mathematiker
und nebenbei noch ein begnadeter Dichter."

Der Wahrsager

Der Pharao Amenophis
auf seiner goldenen Toilette saß und schiß.
Bei feierlichem Flötenklang
den Darm er zur Entleerung zwang.

Dann ward der Seher Imhotep geholt
der ihm aus der Wurst wahrsagen sollt.
Da sagte Imhotep der Weise:
"Pharao, ich seh, dir bringt die Zukunft Scheiße."

Die Wikinger

Die Wikinger, die Wikinger,
das waren wirklich schlimme Finger.
Saufen, Totschlag, Vergewaltigung und Plünderung,
brachten sie total in Schwung.
Und hatten sie mit wem Krach, diese Alten
ward gleich der Schädel ihm gespalten.

Mal segelten sie bis nach Paris,
und um Tausend gelangte einer bis nach Amerika, und dies
zeigt uns, was leistet so ein Drachenschiff
voll mit verlausten Kriegern, Met und Syph.
Lustig ist das Wikingerleben, fahria-fahria, ho.
brauchen keine Steuer zu geben, fahria-fahria, ho.

An der Reling ihrer Schiffe hingen ihre Schilde
auch ihre Ärsche beim Stuhlgang, das war ein Bilde.
Die Wikinger, die Wikinger, 
die leisteten sich schlimme Dinger
heute trifft man sie nur noch in Walhall
oder bei einem Maskenball.

Einar der Rote und Erik Bluthackerwurst
- Rollo der Grausame und Thor Wutbolzen mit dem großen Durst
Ragnar der Hacker und Theoderich Blauzahn
Harald der Ungewaschene und Siegbert im Säuferwahn.
Boltar der Bock und Sigurd die Wutz
Thor Eisenarm und Dagobert der Nichtsnutz

wer zählt die Recken, nennt die Namen,
die mit den Drachenschiffen kamen ?
Unerreicht, das ist ihr Ruhm
und unerreicht ihr Säufertum.
Wenn sie nicht segelten, kämpften, dann soffen sie Met
und schändlich war es, zu sterben im Bett.

Alt wird er, das merkte ein Wikingermann,
wenn er fragt bei der Vergewaltigung: "Bin ich schon wieder dran ?"
Im Rauben, Saufen, Plündern, Hacken
waren sie schlimmer als Kosaken.
So waren sie die Wikinger,
durch die Ruderbank alle - ganz böse Finger !

Wikingerverse

Die Wikinger, alles Hurenböck,
kämpften ihren letzten Kampf bei Ragnarök.

Ein echter Wikinger stinkt aus dem Hals
Und aus der Hose ebenfalls. 

Wenn dem Wikinger der Met aus den Ohren läuft
könnt man fast meinen, dass er säuft.

Der Wikinger auf seinem Schiff
fürchtet nur die böse Syph.

Der Wikinger ist voller Zorn
nimmt einer als Nachttopf seinen Helm mit Horn.

Fährt der Wikinger auf ein Riff
beantragt er ein neues Schiff.

Der Wikinger greift gern zum Hackebeil
wenn ihn in den Hintern trifft ein Pfeil.

Dem Wikingerfriseur es graust
wenn seiner Kunden Bart verlaust.

Man nahm es hin bei dem Wikinger Knut dem Brutalen
dass er tat mit Hühnerscheiße zahlen.

Voll Angst rennt gleich davon der Bär
kommt an der grimm'ge Wikinger.

Wikingerfrauen waschen sich,
Wikingermänner aber nich.

Bargeldlos zahlt der Wikinger
mit dem Schwerte und dem Speer.

Eine Rittergeschichte

Mit dem Ritter Wutz von Wutzenburg
Brannte die Frau des Ritters Klopp von Klopperling durch
Worauf der Ritter Klopperling
Zum kaiserlichen Scheidungsrichter ging.

Der ließ die Beteiligten alle kommen
Und hat zuerst die Frau vernommen.
Die sprach: „Das mit dem Klopperling,
das ist ja nun ein schrecklich Ding.

Er rülpst und furzt, schnarcht, schmatzt und flucht
Er frißt, säuft, zockt, hat jede Sucht
Er wäscht sich kaum einmal im Jahr
Verführte alle Mägde gar

Weil er, der alte Hurenbocktis
Stets pocht auf’s Recht von der primae noctis***.
Seine Socken stehn, was ich nie geglaubet hätt’
Bei Nacht stocksteif neben seinem Bett.

Am Morgen steigt er gleich hinein,
ich kann sein Weib nicht länger sein.
Und sag’ ich was, dann meint er nur:
Das Waschen schwächt die Mannsnatur.

Führt ständig Fehden und hat Streit,
ich bin es mit dem Burschen leid.“
Der Richter atmete tief durch
Und sprach: „Bleib bei dem Wutzenburg.

Doch eines ich dazu noch sagen muß und kann:
Der Klopp von Klopperling, das ist von altem Schrot und Korn ein Rittersmann.
Am Ende der Steinzeit, als der Ritter entstand
Man lauter solche wie ihn nur fand.

Da kämpften sie gegen den Säbelzahntiger
Und endeten manchmal als zweiter Sieger.
Doch keine Frau von zartem Sinn
Zieht heut es noch zu solchen hin.

Ja, das hat die Kultur gemacht,
den alten Ritter hat sie umgebracht.
Es ändern die Menschen sich in den Zeiten,
was gestern noch gut war mag man heut oft nicht mehr leiden.“

*** Ius primae noctis – mittelalterliches Recht des Feudalherrn, die erste Nacht mit einer Jungfrau zu verbringen. Mit dem Begriff der Leibeigenschaft verknüpft.

Postzustellung

Die Hausfrau Hermione Zett
hat einen fremden Mann im Bett.
Dem Briefträger in wilder Brunst
erweist die Hausfrau ihre Gunst.

Dazu kommt dann der Ehemann
der sowas nicht vertragen kann.
Er stößt einen Einschreibebrief
dem Postler in den After tief.

Und ruft dazu: "Trari, trara,
da guckst du, gell, die Post ist da."

Die Schniedelwutz-Gedichte

Schwedenkönig Gustav Adolfs harter Schniedelwutz
bot selbst Kanonenkugeln Trutz
dass diese davon abgeprallt
wonach er Abends fröhlich knallt.

Der Schniedelwutz vom Alten Fritz
der war sehr lang und dünn und spitz
und es schrie Jede Weh! und Ach!
Die Friederich mit diesem stach.

Der Mann aus Alabama

Ein Mann aus Alabama
der spuckte wie ein Lama
zu jeder Jahreszeit
bis zu zwanzig Meter weit.
Er spuckt den Tabaksaft
zielsicher und mit Kraft

Er wettete und spuckt öfter mal
zwanzig Meter weit und mit Spiralen quer durch einen Saal
in ein Whiskyglas vorn an der Bar
wobei er niemals fehlte, klar.
Bei einem Revolverhelden tat er dieses auch
da schoß der ihn gleich in den Bauch.

Blutspuckend fiel der Spucker um
und war bald darauf kalt und stumm.
Und es steht auf seinem Grab in Alabama:
Hier ruht in Frieden Jack das Lama
- er spuckte sogar um die Ecke,
leicht werde ihm der Erde Decke.

Aus dem Leben des Säufers Z.

Als der Säufer Z. nach durchzechter Nacht
hinter den Mülltonnen aufgewacht
ergriff daselbst ihn großer Schreck
weil seine Kleider waren weg.

Verschwunden waren Hemd, Schuh, Hos',
und Z. dazu noch bargeldlos.
Mit Schädelbrummen ohnegleichen
sah man ihn dann nach Hause schleichen

mit einer Plastiktüt' bekleidet
er die belebten Straßen meidet.
Und reuevoll ertönt sein Schwur:
"Nie wieder trink ich durcheinander Gin und Whisky pur."

Der Förster vom Silberwald

Der Förster Kurt vom Silberwald
gern mit der Büchse schießt und knallt.
Und fand im Wald er eine Pilzesammlerin
langt er gern ihr an die Brüste hin.

Doch nur wenn sie jung und hübsch sie war,
bei alten Weibern nicht, ganz klar.
Bei denen sagte er nur barsch:
"Raus aus meim' Wald, oder ich tret dich in'n Arsch."

Der Bergsteiger oder Das Edelweiß

Es wächst das Edelweiß in Bergeshöh',
der Xaver steigt empor und jodelt: "Duldrijöh!",
und will das Edelweiß für seine Zenzi holen
weil sie das dringend ihm empfohlen
weil er mit der Vroni ein Gspusi angefangen
und von der Zenzi fremdgegangen.

Als Buße und als Liebesbeweis
verlangt sie nun das Edelweiß.
Doch als der Xaver dann auf halber Höh'
da kommt's ihm in den Kopf: "Herrje,
wenn ich jetzt abstürz, ist's geschehn
und kann man mich als Leiche sehn.

Und lieg, wenn ich hinabgebrettert
am Fuß der Felswand ich zerschmettert."
Das ist die Zenzi ihm nicht wert
weshalb der Kletterer umkehrt
und schlüpft zur Vroni in das Bett
die zwar Sommersprossen hatt' und war etwas fett

aber von ihm kein Edelweiß verlangt
weil sie ihn zu sehr liebt und um sein Leben bangt.
Die wahre Liebe Xaver fand
nachdem er dieses hat erkannt.
Die Zenzi bracht' ihn in Gefahr
weil schnippisch und zu anspruchsvoll sie war

und ihren Kopf durchsetzen wollt
dass der Xaver wegen dem Edelweiß hoch in die Steilwand sollt.
Und als sie fragt den Xaver nach dem Edelweiß,
sprach er: "Kraxel selber hoch und hol's, du eingebildet' Geiß,
oder such dir dafür einen Andern, Dümmern,
der sich für dich bricht den Hals zu Trümmern.

Noch heute halte ich an um der Vroni Hand
weil sie viel besser mich verstand
und mich nicht zwingt zu Klettertouren
in höchster Bergeshöhen Fluren.
Ich steig nicht auf das Matterhorn
bloß wegen deinem Motz und Zorn."

Und bald die Hochzeitsglocken klingen
die Xaver und Vroni in die Ehe bringen.
Es zeigt ganz klar uns die Geschicht:
Frauen, überfordert eure Männer nicht,
manch einem schon ward in der Krise klar,
dass die, die solches wollt, für ihn die Falsche war.

Das wahre Ich

Der Meyer Schorsch sucht eine Frau
Und macht dabei die große Schau.
Er zog den besten Anzug an
Und zeigt wie flott er tanzen kann.

Die Margret denkt: Ein toller Hecht!
Nach der Heirat staunt sie dann nicht schlecht.
Da lag er nur noch auf der Couch,
unrasiert vorm Fernseher mit dickem Bauch

Zum Tanzen wollt er gar nicht mehr
Hilfe bei der Hausarbeit war ihm auch zu schwer.
Was er haben wollte – eine Frau – das hat er nun –
Warum soll er da noch etwas tun?

Der Wirt

Es hat mein Wirt sich tief gekränkt
an seinem Zapfhahn aufgehängt.
Seine Gäste mochten nicht den Schlager
den er anbot als Binding Lager.
Sein bester Gast, der wurde trocken
und tat nicht mehr am Tresen hocken.

Drum pleite und aus Überdruß
nahm einen Strick er und macht Schluß.
Da hängt er nun, sein Hals ist länglich -
man sieht, das Leben ist vergänglich.

Die Schweigerin von Sakt Kathrein

Die Schweigerin von Sankt Kathrein,
schwieg immer, denn ihr fiel nichts ein.
Bis dass der Jager Hiasl kam
und sie in seine Arme nahm.

Da rief sie: "Hiasl, Jager wild,
komm liebe mich, du stramm Mannsbild."
Daraufhin kam sie nieder
und schwieg 'ne Weile wieder.

Dafür schrien die zwei Zwilling laut,
die Nacht durch bis der Morgen graut.
Die Schweigerin tat stillen,
so hat sie ihren Willen.

Des Säufers Abenteuer 2
<Jolly Bar>

Als der Säufer X besoffen war
geriet er in die Jolly-Bar
und war daselbst in großer Not
als ihn ein Zuhälter bedroht:
"Entweder du gibst drei Flaschen Schampus aus
oder du gehst hier als Schwerverletzer raus."

Worauf der X zum Schein zustimmt
und erst mal den Weg auf's Pissoir nimmt.
Durch das Toilettenfenster floh.
Der Säufer X dort von dem Klo.
Der Zuhälter stand vor der Tür
doch unser X kam nicht herfür

worauf der Zuhälter sodann
den Schampus selber zahlen kann.
Doch leider fand des Xsens Frau
in seiner Jackentasche Damenslips rosa und himmelblau.
Deshalb hing der Haussegen schief
X mit einer Beule dann zur Arbeit lief.

Manchmal war interessant die Trinkerzeit,
doch jetzt liegt sie so fern und weit
es ist der X ganz brav geworden
geht nur noch in die AA-Meetings allerorten
und nicht mehr in die Jolly-Bar
wo er mal Fensterklettrer war.

Alles ein Elend

Das Leben ist ein Jammertal
wo jeder schuften muß
und wenn er dann zum Teufel fährt
ist damit noch nicht Schluß
weil ihm auch da der Kittel brennt
und er zum Kohleschaufeln rennt.

Im Himmel ist es auch nicht schön
ein einzig Hosiannagestöhn
auch muß man ständig Harfe spielen
bis an den Fingern kommen Schwielen.
So ist das Elend überall
ganz gleich wo du grad bist am Ball.

Der Führer springt von Ast zu Ast

Neueren authentischen Quellen zufolge starb Hitler nicht im Mai 45 in Berlin
durch Suizid, sondern dies war ein Doppelgänger. Dem Führer selbst gelang
die Flucht nach Südamerika, wo ihn allerdings bald jüdische Sonderkommandos
im Dschungel stellten und nach wilder Verfolgungsjagd zur Strecke brachten.
Dies hielt Eichmann, später selbst in Buenos Aires vom Mossad gefaßt, in dem
unvergeßlichen, sein tiefes Entsetzen schildernden Zweizeiler fest:

Der Führer springt von Ast zu Ast
bis dass man ihn am Arsch erfaßt.

Der Weg der Tugend

Als ein alter Gauner den Weg der Tugend kroch
der Tugend dies nach Verstellung roch.
Es sprach zum alten Mann die Tugend:
"Du übest mich nie in der Jugend.
Und jetzt, im Alter, kommst du an
und mimst den frommen, braven Mann.

Doch in der Tasche hast du einen Dolch,
- ich sag: Du bist und bleibst ein Strolch!
Eins sag ich noch, das merk dir besser:
Auch and're haben hier ein Messer.
Wer es sein Leben lang getragen
mag ihm im Alter nicht entsagen.

Auch auf dem Weg der Tugend mancher liegt
der es dort in den Rücken kriegt.
Auf dem Weg der Tugend wird kaum einer heilig
die meisten haben es zu eilig
so dass sie dann, so geht's fast allen
auf dem Weg der Tugend kräftig auf die Fresse fallen.

Verse zur Hitze

Buddha der Erleuchtete
sich den Arsch befeuchtete
als er an das Wasser kam
und darin ein Vollbad kam.
Jesus leider konnt das nicht
weil über`s Wasser gehen war die Pflicht.
Und der Prophete Mohammed
schwitzt wenn er sommers bumst im Bett
wobei er dann, vom Schweiße trief:
"Fatme, mir kommt's, Allahu akbar rief."

Lichter Moment

Die Trinkerin Amanda dachte nach
als sie im fremden Bett ward wach
und neben ihr an diesem Tag
der Wirt von ihrer Stammkneip lag

der fett, stoppelbärtig, gar nicht lieb
im Grund genommen nicht ihr Typ.
Der Film, der war bei ihr gerissen
was nachts geschehn, tat sie nicht wissen.

Ein Grund für sie, um nachzudenken
ob sie ihre Schritte zur AA *** sollt lenken.
So hat Erleuchtung ihr die Nacht
mit dem Bumskneipenwirt gebracht.

(AA= Anonyme Alkoholiker)

Warum ist es am Nil so schön?

Der Neger Nizambuye
Soff zuviel Pombe (Maisbier) – Pfuie!
Er kotzte in den Nil –
Das sah ein Krokodil

Es schwamm herbei ganz schnell
Und fraß ihn auf der Stell
Wonach dann, völlig klar,
das Kroko auch besoffen war.

Es sang: „Warum ist es am Nil so schön?
Wer säuft, der kann diePyramiden doppelt sehn.
- Jetzt muß ich aufpassen, da ich knüllevolle
- Dass ich komm in keine Krokodil-Polizei-Schwimmschein-Kontrolle.“

Säuferverse

Wenn der Säufer kotzt im Morgenrot
spart er sich so das Frühstücksbrot.

Trinkt dein Kumpel zwanzig Bier
steht er nüchern nicht vor dir.

Wer im Vollrausch seinen Hamster frißt
als Tierhalter ungeeignet ist.

Wenn dem Wirt das Bier aus den Ohren läuft,
dann weiß sein Gast, dass auch er säuft.

Der Säufer ist nach dreißig Bieren
keimgekehrt auf allen Vieren.
Die Gattin fand das nicht so toll
und hegt darüber tiefen Groll.

Im Delir im Schweinestall
glaubt der Säufer, es ist Maskenball.

Guru

Der Guru springt von Ast zu Ast
bis die Erleuchtung ihn am Arsch erfaßt.

Ein Schweiger und Denker

Sie nannten ihn den Schweiger,
er schwieg bei Tag und Nacht,
bis er nach zwanzig Jahren,
das Maul hat aufgemacht.

Er sprach: "Ich konnt nichts sagen
ich habe nachgedacht,
jetzt bin ich drauf gekommen,
jetzt fiel's mir wieder ein:

Es waren fünfzehn Biere,
in jener Montagnacht,
sechzehn mußt ich bezahlen -
der Wirt, das ist ein Schwein!"

No alcohol for crocodiles

Der Neger Nizambuyie
soff furchtbar Pombe (Maisbier) - pfuie!
Er soff zwei Eimer Pombe
war voll wie eine Bombe.

Und haut mit seiner Keule
dem Missionar 'ne Beule.
Dann fiel er in den Nil
fraß ihn ein Krokodil

das danach stinkbesoffen war
von dem Genuß des Nizambuyie, klar.
Der alte, weise Marabu (Vogel)
stand auf einem Bein und schaute zu.

Das Krokodil schwamm kreuz und quer
besoffen in dem Nil umher.
Und dann in seinem Unterwasserhöhlenhaus
schlief schnarchend seinen Rausch es aus.

Doch hat die Sache etwas Gutes
weil das Kroko nie mehr fraß 'nen Neger - tut es.
Drei Tage kotzt es und war krank
total verkatert - das reicht ihm - Gottseidank.

Wir schließen hier aus der Geschicht: 
Alkohol vertragen Krokodile nicht.

No alcohol for crocodiles

Der Neger Nizambuyie
soff furchtbar Pombe (Maisbier) - pfuie!
Er soff zwei Eimer Pombe
war voll wie eine Bombe.

Und haut mit seiner Keule
dem Missionar 'ne Beule.
Dann fiel er in den Nil
fraß ihn ein Krokodil

das danach stinkbesoffen war
von dem Genuß des Nizambuyie, klar.
Der alte, weise Marabu (Vogel)
stand auf einem Bein und schaute zu.

Das Krokodil schwamm kreuz und quer
besoffen in dem Nil umher.
Und dann in seinem Unterwasserhöhlenhaus
schlief schnarchend seinen Rausch es aus.

Doch hat die Sache etwas Gutes
weil das Kroko nie mehr fraß 'nen Neger - tut es.
Drei Tage kotzt es und war krank
total verkatert - das reicht ihm - Gottseidank.

Wir schließen hier aus der Geschicht: 
Alkohol vertragen Krokodile nicht.

Con-Erlebnisse oder Buchmesse Frankfurt

Der Autor X stahl vom Buchmessen-Con
klammheimlich früh sich mal davon
und weil er angesoffen war
geriet er in die Jolly-Bar
und war daselbst in großer Not
als ihn ein Zuhälter bedroht:

"Entweder du gibst drei Flaschen Schampus aus
oder du gehst hier als Schwerverletzer raus."
Worauf der Autor X zum Schein zustimmt
und erst mal den Weg auf's Pissoir nimmt.
Durch das Toilettenfenster floh.
Der Autor von dem Herrenklo.

Der Zuhälter stand vor der Tür
doch Autor X kam nicht herfür
worauf der Zuhälter sodann
den Schampus selber zahlen kann.
Doch leider fand des Autors Frau
in seiner Jackentasche Damenslips rosa und himmelblau.

Des Autors holde Gattin grollt
weil sie partout nicht glauben wollt
dass er nur aus beruflich Studiengründen
den Weg in solch Etablissement tat finden.
Es war das Ende von dem Lied
den Autor man mit Beulen sieht

und kostet es ein Honorar
bis die Ehefrau versöhnt dann war.
Der Kauf von einem neuen Kleid
vertrieb bei ihr den Zorn und Leid.
Und seitdem stiehlt bei einem Con
sich Autor X nicht mehr davon.

Bandwurm 2

Der Bandwurm ist zutiefst empört
wenn man ihm sagt, dass er zu keiner Band gehört.
Mit manchem Star ist er per Du
und gehört zu dem Ensemble mit dazu
auf der Bühne, im Studio - zweifelsfrei
stets ist er live dort mit dabei
auch wenn er sich vornehm in Zurückhaltung übt
und niemals Autogramme gibt.

Besinnliches zum Tagesanfang

Die Sonne geht auf, und im Stall quiekt das Schwein,
der Bauer, der furzt, und er schläft wieder ein.
Wie wunderbar funkelt der Frühtau am Gras,
der Bauer schnarcht weiter, hat an der Arbeit kein Spaß.

Er ist ja nur Bauer, kein Gelehrter und Philosoph,
spricht: "Ich penn noch 'ne Runde, ich bin doch nicht doof."
Der Kosmos ein Wunder, unendlich er ist,
dies verkündet luns krähend, der Hahn auf dem Mist.

Besinnliches

An dem Galgen hängt 'ne Leiche,
eine lange, dürre, bleiche.
Ihr Hals ist lang, ihr Popo zu,
Gott gebe ihr die Ew'ge Ruh.

Der Pfarrer Kunz im Odenwald
hat sich die Birne vollgeknallt
mit einer Flasche Doppelkorn
und kotzte am Altar dann vorn.

Der Trinkerphilosph

Der Trinkerphilosoph erklärt die Welt
bis besoffen er vom Hocker fällt.
Da liegt er dann, der große Geist
auf allen Vieren krabbelt, kotzt und scheißt.
Auch wenn er's tut mit größtem Fleiß
- es winkt ihm doch kein Nobelpreis.

Die Leiche

An der Laterne hängt ´ne Leiche,
eine große, dicke, fette, bleiche.
Der Hals ist lang, der Arsch, der zieht
Die Leiche tief herunter, wie man sieht.
Und ein Vorbeigehender spricht:
„Der war in der Politik, da haben die Ärsche viel Gewicht.“

Ritter Klopp von Klopperling 2

Mit dem Ritter Wutz von Wutzenburg
Brannte die Frau des Ritters Klopp von Klopperling durch
Worauf der Ritter Klopperling
Zum kaiserlichen Scheidungsrichter ging.

Der ließ die Beteiligten alle kommen
Und hat zuerst die Frau vernommen.
Die sprach: „Das mit dem Klopperling,
das ist ja nun ein schrecklich Ding.

Er rülpst und furzt, schnarcht, schmatzt und flucht
Er frißt, säuft, zockt, hat jede Sucht
Er wäscht sich kaum einmal im Jahr
Verführte alle Mägde gar

Weil er, der alte Hurenbocktis
Stets pocht auf’s Recht von der primae noctis***.
Seine Socken stehn, was ich nie geglaubet hätt’
Bei Nacht stocksteif neben seinem Bett.

Am Morgen steigt er gleich hinein,
ich kann sein Weib nicht länger sein.
Und sag’ ich was, dann meint er nur:
Das Waschen schwächt die Mannsnatur.

Führt ständig Fehden und hat Streit,
ich bin es mit dem Burschen leid.“
Der Richter atmete tief durch
Und sprach: „Bleib bei dem Wutzenburg.

Doch eines ich dazu noch sagen muß und kann:
Der Klopp von Klopperling, das ist von altem Schrot und Korn ein Rittersmann.
Am Ende der Steinzeit, als der Ritter entstand
Man lauter solche wie ihn nur fand.

Da kämpften sie gegen den Säbelzahntiger
Und endeten manchmal als zweiter Sieger.
Doch keine Frau von zartem Sinn
Zieht heut es noch zu solchen hin.

Ja, das hat die Kultur gemacht,
den alten Ritter hat sie umgebracht.
Es ändern die Menschen sich in den Zeiten,
was gestern noch gut war mag man heut oft nicht mehr leiden.“

W. A.
1. *** Ius primae noctis – mittelalterliches Recht des Feudalherrn, die erste Nacht mit einer Jungfrau zu verbringen. Mit dem Begriff der Leibeigenschaft verknüpft.

La Gondola 1

Wenn der Gondolier besoffen in die Hose scheißt
mißfällt der Kundschaft dies zumeist.
Auch wenn die rote Sonne von Capri noch so schön in Meer versinkt
gefällt dies dnn nicht mehr so sehr weil's stinkt.

La Gondola 2

La Gondola, La Gondola,
der Gondolier' besoffen war
erst trank er roten Capri-Wein
dann fiel er in das Meer hinein.

Doch er dem nassen Tode trotzt,
stieg in die Gondel wieder rein und kotzt.
La Gondola, La Gondola,
der Gondolier' besoffen war.

Wenn die rote Sonne im Capri im Meer versinkt
der Gondoliere durcheinander Rotwein und Whisky trinkt
die Blaue Grott' er doppelt sieht
und grölt ein garstig Säuferlied.

Das geht solang, bis man kann hoffen,
dass er die Gondel hat versoffen.
Und wenn er weiße Mäuse sieht
so singt von diesen er ein Lied.

Die Caprifischer voll Entsetzen
finden den Trunkenbold in ihren Netzen.
La Gondola, La Gondola,
dein Gondolier' ein Säufer war.

Und dann, im frühen Morgenrot,
war seine Gurgel abgesoffen, er war tot.
das ist des Säufers Los, na klar
La Gondola, La Gondola.

La Gondola 3

La Gondola, La Gondola,
in Capri der Bräutigam besoffen war
war blauer als die Grotte blau
und führt sich auf und macht die Schau.
Die Gattin sagte voller Grimm:
„Mit dir, da  ist wirklich schlimm

so wie du säufst ist die Hochzeitsreise
auch nach Capri große Scheiß.
Sauf du Schnaps, Vino und die Biere,
ich bums jetzt mit dem Gondoliere.
Und wenn wir erst zu Hause sind
reich ich die Scheidung ein geschwind..“

La Pastora 1

La Pastora, im Alpenglühn
Torkelt herum die besoffne Sennerin.
La Pastora, La Pastora,
der Enzian zuviel heut war.

Den Alm-Öhi, den Alm-Öhi,
der ihre große Liebe war vergaß sie nie.
Dass sie der Alm-Öhi verließ
Sie tief in schlimme Trunksucht stieß.

Drei Flaschen Enzian an dem Tag
La Pastora wohl schlucken mag
Oh, einst so schöne Schäferin,
La Pastora, wo führt das hin?

Vergiß ihn doch, den Alm-Öhi,
das Saufen lohnt sich niemals nie.
Der Alpen-Bauer Hiasl
Trinkt niemals nie ein einzigs Glasl

Das hat gelernt er bei AA,
nimm dir ein Beispiel dran, La Pastora
denn hörst du nicht zu Saufen auf
so nimmt das Schicksal seinen Lauf

dann wird dein Job dir bald gekündigt
du im Kantonsspital entmündigt.
Das ist das Lied von La Pastora,
die auf der Alm schon weiße Mäuse sah. 

La Pastora 2

La Pastora war jung und schön
Sie lebte nur auf Bergeshöhn,
sie liebte nur den Alm-Öhi,
doch der Öhi verarschte sie

trieb mit ihren Gefühlen grausam Scherz
und brach letztendlich ihr das Herz
sodass mit ihrer Lieblingsgeiß
sie in den Abgrund sprang mit Fleiß

der Geißen-Peter morgens fand
sie tot am Steg in ihrer Hand
ein Zettel mit den Worten: Alm-Öhi
meinen Tod den verzeihe ich dir nie.

Seitdem spukt auf der Alm ihr Geist
Die seitdem Geister-Alme heißt.
Den Alm-Öhi traf schwerer Fluch
Er wurde blind und nagt am Hungertuch.

La Pastora, La Pastora,
ihr Los ein ganz, ganz schlimmes war.
Um Mtternacht bei Mondenschein
Treibt sie die Ziegenherde ein

Und Heidi, ihre Lieblingsgeiß,
ist bei ihr geisterbleich und weiß.
Sie stöhnt, weint Tränen auf das Edelweiß
La Pastora mit ihrer Geiß.

Waldeslust

Der Förster zieht durch Wald und Flur
frühmorgens schon zu einer Hur.
Dazu kommt noch der Wilddieb Meier
sie machen einen flotten Dreier
und jubeln dann aus voller Brust:
"Wie schön ist doch die Waldeslust!"

Jedoch Holzfäller Wunibald,
mit Bart, ein Hüne von Gestalt
betört die schöne blonde Maid
dass sie nur noch war für ihn bereit.
Und als der Förster wiederkam
verschlossen blieb ihm ihre Scham

genauso ging's dem Wildedieb,
nicht mehr befriedigt ward sein Trieb
weil nur noch der rotbärtig Holzfäller hackt
die Schöne beim Geschlechtesakt.
Drum machten in dem dunklen Wald
Förster und Wilddieb den Holzfäller kalt.

Im tiefen Forst ward er begraben,
sein Leichnam tat die Würmer laben.
Nichtsahnend gab sich die Blondin
danach den beiden Mördern hin.
Da kam aus der Schlafzimmerwand
des Toten bleiche Geisterhand

und traf den Förster hart am Kopf
mit dem gußeisernen Nachttopf.
Um Hilfe schrie der Wilddieb laut
als auch ihn dann noch der Geist verhaut
und er gestand die Mördertat
- der Henker sie gerochen (altertümliche Form von gerächt) hat.

Die Blondine blieb nicht lang allein
sie ließ sich mit 'nem Waldarbeiter ein
von dem sie Zwillinge bekam
weshalb sie ihn als Gatten nahm.
Sie heirateten in der Kapell' im Wald
ein Trauzeuge war der Geist vom Wunibald

und wenn sie nicht gestorben sind
leben noch heut' im Wald Blondine, Waldarbeiter und die Kind.

Gespenstergeschichte

"Huhu!", schallts schaurig durch den Wald.
Den Säufer überläuft es kalt
und flüchtet er gleich voller Graus
zurück sich in das Waldgasthaus.

"Ich kann jetzt nicht nach Hause gehn,
sonst wäre es um mich geschehn.
Es spukt der Geist des Säufers Jack
der besoffen in die Schlucht gestürzt an diesem Fleck.

Den Hals brach er zur Geisterstunde.
- Wirt, schenke aus noch eine Runde!
Nach Hause geh ich erst um Vier,
sonst packt das Säufer-Jack-Schreck-Gespenst mich hier."

Das freut den Wirt, die Kneip' ist voll,
und sagt er seinem Sohne, dass er soll
sich weiter noch im Wald verstecken
und den der früh nach Haus will mit Huhuhuuuuuuuuuu-Schreien necken.

Der Sexbomben-Engel

Die Engelin Jayne hat Oberweite 110
Auch sonst war viel an ihr zu sehn
Wenn sie im sexy Hemdchen flog
Und eine Schar von Verehrern nach sich zog 
Und es tönt von dieser Engelschar
Dass Jayne die Allerschärfste war.

Das hört der Engel Hasdrubal
Der sehr bedacht auf die Moral
Und wollte, dass im ganzen Himmel
Die Engel ohne Sex und Pimmel
Und Busen und was sonst dazu gehört
Weil dies des Himmels Andacht stört.

Und zu der Jayne sprach Hasdrubal:
„Sexbomb, du schadest der Moral.
Ich nehme Anstoß, bin empört,
weil so etwas wie du nicht in den Himmel reingehört.“
Doch Jayne, die sagte zu ihm cool:
„Alter, das sagst du, weil du schwul.“

Der unfähige Engel Benno

Der Engel Benno war besoffen
und ließ das Himmelstor weit offen.
Da kam der Teufel Dieterich
schlich heimlich in den Himmel sich.
Er hat drei Engelein geschwängert
den Heilgen Otto aufgehängert.
Dann kam Erzengel Michael
der hat ihn eingestäubt mit Mehl
und ihm die Hörner abgeschlagen
dann packte er ihn am den Kragen
und schmiß ihn aus dem Himmel raus
damit ist das Gedicht nun aus.

Der Engel der Gelassenheit und der Engel der Demut

Im Himmel furchbar schimpft und schreit
der Engel der Gelassenheit
weil, als er schlief, ganz ungelogen
wer ihm die Flügel hat verbogen
so dass er, als er fliegen will
aus dreißig Meter Höhe auf die Fresse fiel.

Der flatterte der Engel der Demut zu ihm her
und fragt ihn, ob er narrisch wär.
"Es geht doch nicht, dass man so schreit,
pfui, üb' dich in Gelassenheit!"
Worauf der Gelassenheit ausholte voller Wut
und haute voll eine runter dem Engel der Demut.

Der hielt die andre Wange hin
und sprach in demutsvollem Sinn:
"Ich dank dir für den Schlag soeben
der mich noch höher wird erheben.
Du wirst jetzt sicher degradiert
was mich erheblich amüsiert.

Ich bitte um den nächsten Schlag
der von dir Rüpel kommen mag."
Worauf der Gelassenheit in seinem Zorn
den Demut trat zwischen die Beine vorn.
Darauf erfaßten Schmerz und Wut
den guten Engel der Demut.

Sprach: "Die andre Wange halte stets ich hin,
doch in die Eier treten lassen ist nicht drin."
Er riß den Gelassenheitsengel an den Haaren
ist mit den Fingernägeln ihm durch das Gesicht gefahren
und rauften dann und schlugen sich
der Engel der Gelassenheit und der der Demut fürchterlich.

"Ich hau dich aus dem Federkleid,
du Drecksack der Gelassenheit!"
"Dir schlag ich beide Augen zu,
du hinterhältiger Lump von Demut, du!"
Die Fetzen flogen, Federn stoben,
bei diesem Kampf der Engel oben

und andere Engel, die dazwischengingen
dann auch zu raufen noch anfingen.
Der Heilige Michael, der Frieden stiften wollt,
sich einen Kinnhaken als Belohnung holt.
Da fielen ihm zwei Zähne aus
und er ging tief betrübt nach Haus

und es kloppte sich die ganze Engelschar
zwischen den Wolken wie die Kesselflicker gar.
Auf der einen Seite haute die Gelassenheitspartei,
auf der anderen war die von der Demut mit dabei.
Das war ein groß Spektakulum,
sogar den Thron des Herrgotts warf man um.

Der ganze Himmel ward verschoben,
so war die Engelsschar am Toben.
Da kam der Heilge Geist als Streife
und blies auf seiner Trillerpfeife.
Rief: "Sofort Ruhe! Sapperlot!
Die ganze Bande hat drei Wochen Flugverbot."

Der Engel mit dem Flammenschwert

Der Erzengel Michael gebraucht sein Flammenschwert
mitunter auch als Küchenherd
wobei er sich des Abends spät
darauf gern ein paar Spiegeleier brät.
Als wieder dieses er getan
schlich der Teufel Mephisto an

und stahl ihm seine Spiegeleier
fraß in der Hölle alle dreier.
Laut tönt des Erzengels Geschrei:
"Das ist der Gipfel von der Teufelei!
- Dass mir der Satan Seelen raubt, das seh ich ein.
Doch meine Spiegeleier? Nein!"

Der Engel mit dem nackten Po

Es flog ein Engel durch den Wald
da wurde ihm der Hintern kalt
weil ein gemeiner, böser Ast
hat hinten ihm das Hemd erfaßt

so dass er mit nacktem Po dann flog
worauf es ihm empfindlich um die Backen zog.
Der Föster Kunibert sah es vom Hochsitz über seiner Flinte Lauf
und dachte überm Walde geht der Vollmond auf.

Der Engel der Demut

Der Demutsengel Archibald
flog gröhlend durch den Winterwald.
Er kam aus einem Waldgasthaus
dort zog man ihm Hemd und Sandalen aus
dass er die Zeche konnt bezahlen
weil seine Sterntaler nicht reichten, allemalen.

Denn viel Bier, Schnaps, Wein und und fünfzehn Pullen Sekt
soff der Demutsengel mit paar wüsten Weibern, weil's ihm schmeckt.
Dann schnallt er seine Flügel an
und flog zum Himmel hoch sodann.
Und Petrus sprach in kalter Wut:
"Da flattert der versoffene Demut

der wieder mal in der Puffbar im Walde war
wo man das Hemd ihm ausgezogen, völlig klar.
Es ist ein arger Tunichtgut
der Liederjahn von 'nem Demut
der wie ein Loch säuft, wie ein Schlot wohl raucht
und obendrein noch Weiber braucht.

Und stellt man ihn zur Rede dann
da fängt er von der Demut an.
In aller Demut, sagt er mir,
trank ich ein Schnäpschen und ein Bier
und jetzt komm ich besoffen an
weil ich vor lauter Demut nicht "Nein" sagen kann.

Der Herrgott möge mir verzeihn,
und du, Freund Petrus, obendrein."
Doch Petrus haut ihn mit dem Stock:
"Da hast du, Säufer, Hurenbock!
Der Himmel wäre nicht zu retten
wenn wir lauter solche Demutsengel hätten.

Los, Cherubim und Seraphim,
in die Ausnüchterungszelle rein mit ihm!
Die Flügel kiegt er abgenommen
dass er nicht wieder kann entkommen
und dass er lernt, sich zu benehmen
und für sein übles Tun zu schämen.

Ganz gleich, was er von Demut spricht,
so geht das ja nun wirklich nicht!
Er versoff gar seinen Heilgenschein
und sagt noch frech, er wollt' aus Demut ohne sein.
Wenn dies hier jeder wollte tun,
wo kämen wir da hin, ja nun?"